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Zusammenfassungen Corax - Band 18 |
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Hötker, H., H. Köster & K.-M. Thomsen (2005): Wiesenvögel in Eiderstedt und in der Eider-Treene-Sorge-Niederung/Schleswig-Holstein im Jahre 2001. Corax 20: 1-17.
Durch eine im Jahr 2001 durchgeführte, nahezu flächendeckende Kartierung der Wiesen-Limikolen auf der Halbinsel Eiderstedt konnten auf einer Fläche von 31.576 ha folgende Bestände (Revierpaare) ermittelt werden: Austernfischer (Haematopus ostralegus) 1.058; Kiebitz (Vanellus vanellus) 1.998; Bekassine (Gallinago gallinago) 2; Uferschnepfe (Limosa limosa) 348; Rotschenkel (Tringa totanus) 258. In der Eider-Treene-Sorge-Niederung (ETS) wurden im selben Jahr auf einer Fläche von 18.535 ha (entspricht etwa 80 % der für Wiesenlimikolen geeigneten Flächen) Kartierungen mit folgenden Ergebnissen durchgeführt (Anzahlen der Revierpaare): Austernfischer 39; Kiebitz 443; Bekassine 40; Großer Brachvogel (Numenius arquata) 51, Uferschnepfe 98; Rotschenkel 42. Die Verteilung der Revierpaare ist auf Karten dargestellt.
Ein Vergleich der Bestände auf einer Fläche von 10.770 ha in Eiderstedt, die sowohl 1997 als auch 2001 kartiert worden war, ergab Bestandserhöhungen um 23 % bis 84 %, die möglicherweise auf Umlagerungen von Beständen zurückzuführen sind. In der ETS setzten sich hingegen im gleichen Zeitraum die schon seit längerer Zeit negativen Bestandsentwicklungen von Uferschnepfe und Rotschenkel fort. Auch die Revierzahlen von Austernfischer, Kiebitz und Brachvogel sanken. Lediglich Bekassinen konnten ihre Bestände halten.
Die Untersuchungen belegen die hohe Bedeutung der ETS und Eiderstedts für Wiesenvögel. Eiderstedt erwies sich sogar als eines der bedeutendsten Gebiete für Wiesenvögel in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland. So lagen die Anteile Eiderstedts an den schleswig-holsteinischen bzw. deutschen Beständen beim Austernfischer bei 6 % bzw. 3 %, beim Kiebitz bei 17 % bzw. 2 %, bei der Uferschnepfe bei 20 % bzw. 5 % und beim Rotschenkel bei 5 % bzw. 2 %. Die Gründe für die Bestandsentwicklungen sowie mögliche Bedrohungen und Schutzmaßnahmen werden diskutiert.
Summary:
Populations of meadowbirds in Eiderstedt and in the floodplains of the rivers Eider, Treene and Sorge/Schleswig-Holstein in 2001
A survey of meadow birds on nearly the entire peninsula of Eiderstedt (31.576 ha, Schleswig-Holstein, Germany) in 2001 revealed the following results (numbers of territories): Oystercatcher 1058; Lapwing 1998; Snipe 2; Black-tailed Godwit 348; Redshank 258. In the same year surveys were carried out on 18.535 ha of land (about 80 % of the area suited for meadow birds) in the adjacent floodplains of the rivers Eider, Treene, and Sorge. The results were (numbers of territories): Oystercatcher 39; Lapwing 443; Snipe 40; Curlew 51, Black-tailed Godwit 98; Redshank 42. Maps show the distribution of territories.
On a part of the Eiderstedt peninsula (10,770 ha), where censuses had already been carried out in 1997, numbers of territories increased between 23 % and 84 %. The reason for the increases could be the re-distribution of territories. In contrast, the numbers of territories of Black-tailed Godwits and Redshanks continued their long term decline in the floodplains of the rivers Eider, Treene and Sorge. Numbers of Oystercatchers, Lapwings and Curlews also decreased. Only breeding numbers of Common Snipe remained stable.
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Puchstein, K. (1999): Siedlungsdichte auf
Abwegen? Mit einem Beispiel der Rohrammer (Emberiza schoeniclus).
Corax 18: 2-8
Die bei Siedlungsdichteuntersuchungen
kartierten, realen Kontakte und die mit ihrer Hilfe konstruierten
Papierreviere bergen unterschiedliche Interpretations-Potentiale. Wird
dies nicht angemessen beachtet, können Fehldeutungen und
Informationsdefizite zur Verunsicherung der Leser führen. Einige
neuere Publikationen aus dem Corax werden am Beispiel der Rohrammer
(Emberiza schoeniclus) kritisch hinterfragt und zu dieser Art
Auswertungsmöglichkeiten mit Darstellungsmustern vorgestellt.
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Summary:
Census work gone astray? The Reed Bunting as an example
The observations made in the field during population density studies
and the marked territories constructed from these
observations are subject to differences in interpretation. If this is
not taken into consideration when publishing results,
misinterpretation and an information deficit can confuse readers. A
number of new publications in Corax, with the Reed Bunting as an
example, are examined critically. Possibilities of analysis are
presented with examples.
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Thies, H. (1999): Zum Winter- und
Brutvorkommen sowie zur Ökologie des Erlenzeisigs (Carduelis
spinus) im südöstlichen Schleswig-Holstein, 1971 - 1998.
Corax 18: 9-36.
Von 1971 bis 1998 wurden mittels Linientaxierungen
ganzjährig Erlenzeisig-Bestandserfassungen im Kreis Segeberg und
ab Herbst 1979 auch in einem kleinen Park in Stockelsdorf bei Lübeck
durchgeführt (Abb. 1). 1971-1978 erfolgtendie Untersuchungen noch
nicht regelmäßig halbmonatsweise. Die Ergebnisse aus diesem
Zeitabschnitt sind deshalb nur bedingt mit denen aus den Jahren
1979-1998 vergleichbar.
Groß- und kleinräumige Unterschiede der Bestandsdichte
innerhalb desselben Winterhalbjahres sowie die von Jahr zu Jahr stark
differierenden phänologischen Abläufe (Abb. 2-5), die eine
hohe Mobilität der Zeisige erkennen lassen, werden durch die
schwankenden Nahrungsangebote diverser Baumarten verursacht, woraus
sich ein sehr kompliziertes Wirkungsgefüge ergibt.
Gute und schlechte Erlenzeisig-Jahre im Kreis
Segeberg stimmen voll mit solchen in Hamburg überein. Hingegen
tragen die Resultate aus dem kleinflächigen Herrengarten, in dem
nur Erlen Nahrung bieten, stärker lokalen Charakter.
Unterschiedliche Wintertemperaturen wirkten sich nicht
differenzierend auf die Höhe der Winterbestände aus. Nur der
durch schwere Schneestürme geprägte Jahrhundertwinter
1978/79 ließ nachhaltige negative Folgen erkennen. Auch können
mit Kaltwintern Heimzugverzögerungen verbunden sein. Angesichts
eines jahrweise guten Lärchensamenangebotes im Frühjahr
hielten sich Zeisige wohl auch deshalb im Kreis Segeberg im April
etwas länger auf.
Nicht nur während des Winterhalbjahres, sondern darüber
hinaus bilden je nach Reife und Zugänglichkeit die Samen
verschiedener Baumarten die Ernährungsbasis (Abb. 9). Erlen
spielen die Hauptrolle im Winterhalbjahr. Ihr Anteil nimmt von
September bis Dezember zu. Danach bis zum April treten Lärchen in
den Vordergrund und, soweit sie fruchtet, ab Ende März auch die
Fichte. Die dominante Rolle der Erlen ergibt sich daraus, daß
sie in jedem Jahr wenn auch in unterschiedlicher Stärke
fruchten, Lärchen und Fichten dagegen nicht (Tab. 1). Im Mai-Juni
dominiert die ebenfalls alljährlich fruchtende Kiefer als
Nahrungslieferant. Die dann folgende Zeitspanne bis in den Herbst
hinein wird hauptsächlich durch Samen der Birke und soweit
fruchtend von Weiß- und Sitkafichten bestritten. Im Frühjahr
können auch die männlichen Kätzchen von Erle, Birke und
Pappel nach dem Strecken, aber vor dem Stäuben, eine vorübergehende
Bedeutung erlangen (Abb. 11). Ab Ende Januar werden Erlensamen bis in
das Frühjahr hinein zunehmend auch vom Boden aufgelesen.
Soweit aber im Februar infolge von häufigen Januarstürmen
viele ausgefallene Erlensamen von einer Schneedecke längere Zeit
verdeckt werden und sich keine Alternative in Form von Lärchenzapfen
anbietet, kann das zumindest vorübergehend zu
Bestandsverminderungen (z.B. 1982/83) oder sogar zum Abzug der Wintergäste
führen (z.B. 1978/79 und 1985/86). Können sich jedoch viele
Samen bis in den Vorfrühling in den Zäpfchen halten (z.B.
1984/85), verweilen die Zeisige trotz einer Schneedecke länger in
den Erlen (vgl. Tab. 1 und 2, Abb. 2 und 3).
Die Fruktifikationsstärke der jeweils relevanten Baumarten
erweist sich als ausschlaggebend für die Höhe der
Zeisig-Winterbestände.
Schwache Einflugjahre im Untersuchungsgebiet waren stets durch hohe
Zeisig-Winterbestände in weiter östlich oder südlich
gelegenen Teilen des Überwinterungsgebietes gekennzeichnet. Dies
zeigt, daß sich extrem niedrige Winterhalbjahresbestände
bei uns nicht etwa auf schlechte Brutergebnisse im borealen Brutareal
zurückführen lassen, sondern mit einem unbefriedigenden
Nahrungsangebot im Untersuchungsgebiet zusammenhängen. Die
Zeisige über- oder umfliegen nahrungsarme Gegenden.
Das Sozialverhalten im Winterhalbjahr ist in Abb. 12 und Tab. 3
dargestellt. Die starken Bestandsschwankungen in den Erlen des
Herrengartens könnten damit erklärt werden, daß kleine
standorttreue Trupps immer wieder von größeren Schwärmen
stärker zugorientierter Zeisige aufgesucht und wieder verlassen
werden.
Zwar konnte nur ein Brutnachweis erbracht werden; aus dem im
fledermausartigen Flug vorgetragenen Gesang und den später mit
Schwerpunkt im Juni auftretenden Jungvögeln ergaben sich aber
Bruthinweise, die hochsignifikant miteinander korreliert waren (Abb.
13). Mit Zweitbruten ist zu rechnen. Da die Kiefer alljährlich
fruchtet, kam Brüten auch in zapfenlosen Jahren von Fichte und Lärche
vor (Abb. 2). Insgesamt deutet auch die recht hohe brutzeitliche Präsenz
auf ein ziemlich regelmäßiges Brutvorkommen im Segeberger
Forst hin (Abb. 16 und Abb. 2). Als Bruthabitat werden lichte, aus
Fichten und Kiefern zusammengesetzte Altholzbestände, möglichst
in Gewässernähe liegend, bevorzugt. Die Brutdichte wird im
Segeberger Forst auf etwa 0,05 - 0,3 P./10 ha geschätzt.
Ab Juni, vor allem im Juli und August, verlassen die Jungvögel
bzw. Familien den engeren Bereich ihres Brutplatzes; die Dismigration
setzt ein (Abb. 13). Spätestens ab September wird diese Frühwegzugphase
allmählich vom regulären Wegzug abgelöst, der im
Oktober gipfelt und im November ausklingt. Ein großer Teil der
Zuzügler wandert südwestwärts weiter.
Beringungsergebnisse lassen darüber hinaus vermuten, daß
die Durchzügler bzw. Wintergäste bei uns hauptsächlich
aus dem skandinavischen und weniger aus den finnischen oder russischen
Brutgebieten stammen und daß sich nicht nur das Wintervorkommen,
sondern auch die Zugrouten am jahrweise unterschiedlichen
Nahrungsangebot orientieren.
Der Heimzug beginnt im Februar; er gipfelt im März und endet
Ende April, nur ganz vereinzelt auch erst Anfang Mai (Abb. 8). Es gibt
Anzeichen dafür, daß sich das Zuggeschehen tendenziell
etwas vorverlagert hat (Abb. 14).
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Summary:
The Siskin (Carduelis spinus) and its ecology during
winter and in the breeding season in south-east Schleswig-Holstein,
1971 - 1998
Surveys of the Siskin population of the county of Segeberg,
Schleswig-Holstein, were carried out during the period 1971 to 1998
using line-transects. In addition the Siskin population of a small
park Herrengarten in Stockelsdorf near to Lübeck,
Schleswig-Holstein, was assessed by the same method during the period
1979 to 1998 (Fig. 1). During the period 1971 to 1978 an attempt was
made to carry out a survey every two weeks. This frequency, however,
could not be maintained and the results of the period 1979 to 1998 are
therefore not completely comparable with the results of the period
1971 to 1998. Changes in the population density during a given winter
and differences in phenology from year to year (Figs. 2-5), that show
that the Siskin is a highly mobile species, were caused by fluctuation
in the food resources supplied by diverse tree species. This
population regulation mechanism is very complicated.
Good and poor Siskin years in the county of
Segeberg coincide with such years in Hamburg. On the other hand, the
population fluctuations in the small park Herrengarten/Stockelsdorf,
with only alder trees as a food resource, had a very local character.
Winter temperature did not effect the size of the winter population.
Only the extremely cold winter of 1978/79, with heavy snow fall, had a
sustained negative effect on the population. Cold winters can,
however, delay departure during spring migration. A good supply of
larch seed in the spring of some years in the county of Segeberg led
to a longer duration of stay in April.
The ripeness and availability of the seeds of various tree species
determine, not only during the winter months, the food supply of the
Siskin (Fig. 9). Alder seeds are the main food of the Siskin in the
county of Segeberg during the winter months. The proportion of alder
seeds in their diet increases from September to December. Larch seeds
and from the end of March, if available, spruce seeds become the most
important food of this species in the following period until April.
The dominant role of alder seed in the diet is due to the fact that
alder fruit every year, albeit with varying volume, whereas larch and
spruce do not (Tab. 1). In May and June pine, that seed annually,
dominate as a source of food. In the following months and into the
autumn period the seeds of birch, when available, and white- and sitka
spruce dominate. In the spring the male catkins of the alder, birch
and poplar after they expand but before they produce pollen
become important for a short time (Fig. 11). From the end of January
onwards and into spring alder seeds are increasingly also picked up
from the ground.
Population declines (e.g. 1982/83), at least of a temporary nature,
or complete departure from the area (e.g. 1978/79 and 1985/86) can
occur if in February, as a result of frequent storms in January, many
alder seeds are hidden by a covering of snow and if at the same time
no alternative food in the form of larch cones is available.
If, however, many seeds are retained in the cones in the pre-spring
period (e.g. 1984/85), the Siskins stay for a longer period in the
alder trees even if snow cover is present (compare Tabs. 1 and 2 and
Figs. 2 and 3).
The size of the seed crop of the relevant tree species is the
decisive factor that determines the size of the Siskin winter
population.
Low numbers of Siskins in the survey area were always distinguished
by large winter populations in more eastern or southern regions of
their winter range. This shows, that extremely low numbers in
Schleswig-Holstein are not a result of poor breeding success in the
boreal breeding areas but of unsatisfactory food resources in the
area. Siskins pass over or around regions with poor food resources.
The social behaviour during the winter months is presented in Fig. 12
and Tab. 3. The large fluctuations observed in the Siskin population
of the alder trees in the park Herrengarten/Stockelsdorf could be the
result of larger migrating flocks attaching themselves to small
resident flocks for a time and then departing again.
Breeding could be confirmed on only one occasion in the survey area,
however, observations of bat-like song-flight and later of juveniles
centred around June indicated probable breeding on more than one
occasion (Fig. 13). Second clutches probably occurred. Because the
pine trees seeded every year breeding occurred also in years when
cones were not produced by the spruce and larch trees (Fig. 2). All in
all the presence of numerous Siskins during the breeding season
indicates regular breeding in the survey area (Figs. 16 and 2). Thin
old stands of spruce and pine were preferred for breeding preferably
near to water.
Breeding density in the survey area was estimated at between 0.05 and
0.3 pairs/10 ha. Young birds and families left the vicinity of the
breeding site from June onwards, though mainly in July and August
(Fig. 13). This early autumn migration phase is gradually replaced by
the normal autumn migration that peaks in October and ends in
November. A large part of the migrants move on in a south-westerly
direction. The results of ringing studies indicate that the migrants
and winter visitors originate mainly in Scandinavian and less in
Finnish or Russian breeding areas and also that not only the wintering
areas but also the migration routes are determined by food
availability. Spring migration begins in February, peaks in March and
ends in April. Only occasional birds are recorded in the beginning of
May (Fig. 8). A trend toward an earlier migration is apparent (Fig.
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Busche, G. (1999): Zur Bestandssituation des
Waldkauzes Strix aluco im Westen Schleswig-Holsteins
eine Zwischenbilanz. Corax 18: 37-41.
Im Februar und März 1999 wurden potentielle Waldkauz-Vorkommen
an 255 Stellen untersucht: 18 in Eiderstedt, 193 in Dithmarschen und
44 in östlichen Elbmarschen. Hauptvorkommen mit 19 Revieren
liegen in waldreicheren Geestflächen Dithmarschens, weitere 11 in
der Steinburger/Seestermüher Marsch (Abb. 1).
Damit sind weite Teile im Westen Schleswig-Holsteins dünn
besiedelt. Für den (exemplarisch bearbeiteten) Kreis Dithmarschen
(1405 km2) wurde der Bestand nach Archivdaten aus 50 Jahren bis 1998
auf 25 Paare geschätzt. Diese Angabe ist durch systematische
Kontrollen zu 76 % bestätigt. Die höchste Dichte mit 0,7
Paaren/10 km2 wird in zwei Geestquadraten erreicht (Abb. 1); die
Bestandsdichte im Gesamtkreis beträgt 1,4 Paare/100 km2. Der
Waldkauz zählt damit zu den sehr seltenen Brutvögeln (107.
Stelle in der Häufigkeit aller 140 Arten). Die
Bestandsentwicklung wird kurz kommentiert (Rückgänge durch
Verstädterung von Dörfern).
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Summary:
The breeding status of the Tawny Owl in
western Schleswig-Holstein an interim report
A total of 255 potential Tawny Owl breeding sites were visited in
February and March 1999: 18 on the Eiderstedt peninsula, 193 in the
county of Dithmarschen and 44 in the eastern Elbe lowlands. The major
part of the birds, 19 pairs, were recorded in the relatively (10 %)
densely wooded sandy uplands in Dithmarschen. A further 11 pairs were
recorded in the Steinburger/Seestermüher lowlands (Fig. 1). Large
parts of western Schleswig-Holstein are only thinly populated by this
species. The population for Dithmarschen (1405 km2) was estimated, on
the basis of records from the 50 years up to 1998, at 25 pairs.
Systematic surveys of Tawny Owls in this county confirmed 3/4 of this
value. Highest densities of 0.7 pairs/10 km2 were recorded in two
mapping squares (Fig. 1). The population density for the county was
1.4 pairs/100 km2. The Tawny Owl can be regarded as a very rare
breeding bird in western Schleswig-Holstein (position 107 in the list
of the 140 breeding species in the region). A decline in the
population caused by the urbanisation of villages is discussed.
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Puchstein, K. (1999): Weideland als Habitat
des Wachtelkönigs (Crex crex)! eine
Schutz-Alternative? Corax 18: 42-58.
Nach mehrjährigem Vorkommen trat der
Wachtelkönig 1998 im Heidmoor, Kreis Segeberg, mit 16 Rufern in
zwei Gruppen und weiteren rufenden Männchen auf und war dort nach
den feldornithologischen Kriterien von Schäffer & Münch
(1993), Schäffer (1994), Schäffer & Lanz (1997) und
Flade (1994) mit hoher Wahrscheinlichkeit Brutvogel. In dem 1992
renaturierten Talauenkomplex an der Trave findet sich auf ca. 250 ha
ein Mosaik von Grünlandbrachen, extensiven Mäh-/Heuwiesen
und Weideflächen mit breiten Randsäumen
(Sukzessionsstreifen) um alle Parzellen.
Der Wachtelkönig bevorzugte auffällig und zunehmend die
extensiven Weideparzellen mit Sukzessions-Randstreifen gegenüber
den Brachevarianten. Schnittwiesen wurden nahezu gänzlich
gemieden. Die Möglichkeit, Weideland stärker in Schutz- und
Förderkonzepte für den Wachtelkönig einzubeziehen, wird
diskutiert.
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Summary:
Pastureland as habitat for the Corncrake
an alternative protection measure?
The Corncrake has been recorded in the Heidmoor,
county of Segeberg, Schleswig-Holstein for several years. In 1998 16
calling individuals in two groups and further single calling males
were recorded on the site. According to the criteria of Schäffer &
Münch (1993), Schäffer (1994), Schäffer & Lanz
(1997) and Flade (1994) these records represent with high probability
breeding individuals. The valley meadow complex of the Trave, which
was restorated in 1992, is a 250 ha mosaic of low intensity hay
meadows and used and unused pasture land. All plots of land are
surrounded by broad unused borders where natural succession can take
place.
The Corncrake prefers increasingly pasture used for low intensity
grazing with unused borders rather than unused pasture land. Meadows
used for hay or silage are almost completely ignored. The possibility
of including pasture land in conservation measures for the Corncrake
is discussed.
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Klose, O. (1999): Die Brutvögel von
Diekhof, einer ländlichen Siedlung in Schleswig-Holstein 1998.
Corax 18: 59-65.
Eine ca. 19,2 ha große, für die
Gutslandschaft des Östlichen Hügellandes typische, ländliche
Siedlung im nordöstlichen Kreis Segeberg wurde 1998 auf ihren
Brutvogelbestand hin untersucht. Es wurden 156 Reviere von 29 Arten
nachgewiesen. Obwohl die Siedlung durch die Vielgestaltigkeit kleinräumiger
und ehemals dorftypischer Habitatstrukturen auf den ersten Blick
weniger Merkmale von Verstädterung aufweist als andere Dörfer
des Östlichen Hügellandes, deuten sowohl die Anteile einiger
gartenstadttypischer Habitatstrukturen als auch der sehr niedrige
Brutbestand der Rauchschwalbe auf einen bereits fortgeschrittenen
Wandel vom ursprünglichen Bauerndorf zum Pendlerort hin. Es wird
versucht, die Vogelbestände in Abhängigkeit der ökologischen
Gegebenheiten sowie der infolge des landwirtschaftlichen
Strukturwandels eingetretenen Veränderungen des Lebensraumes Dorf
zu bewerten. Die Situation einiger ausgewählter Arten wird
interpretiert. zurück zum Inhaltsverzeichnis
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Summary:
The breeding birds of the country village of
Diekhof, Schleswig-Holstein in 1998
The breeding bird survey in the village of Diekhof (19.2 ha) in 1998
recorded 156 territories of 29 species. Although at first site the
village appears a typical country village of the eastern
Schleswig-Holstein uplands, low densities of Swallows and the relative
scarcity of some habitat structures are clear signs of advanced
urbanisation.
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Koop, B. (1999): Mauserplätze der
Graugans, Anser anser, in Schleswig-Holstein eine neue
Entwicklung. Corax 18: 66-72.
Nachdem 1981 erstmals 400 schwingenmausernde Nichtbrüter
festgestellt wurden, mausern sie in Schleswig-Holstein seit 1986
regelmäßig in größerer Zahl. Zunächst auf
Fehmarn, seit 1990 in der Ostholsteinischen Seenplatte und seit 1993
regelmäßig auch in den Speicherkögen der Nordseeküste
ist Schleswig-Holstein mit zuletzt etwa 13.000 mausernden Graugänsen
eines der bedeutendsten Mausergebiete Europas geworden.
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Summary:
Greylag Goose moulting sites in
Schleswig-Holstein a new development
Greylag Geese first established moulting sites in Schleswig-Holstein
in 1981. The first records of moulting Greylag Geese were from
Fehmarn. Increasing numbers of Greylag Geese now moult in the
lakelands of eastern Schleswig-Holstein and in the polders on the
North Sea coast. About 13,000 Greylag Geese were recorded moulting in
Schleswig-Holstein in 1999.
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Baumann, S. (1999): Telemetrische
Untersuchungen zur Raumnutzung und Habitatpräferenz des Pirols (Oriolus
oriolus) in Schleswig-Holstein. Corax 18: 73-87.
In Schleswig-Holstein wurden in einer
Telemetriestudie die Raumnutzung und Habitatpräferenz von acht brütenden
Pirol-Männchen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, daß die
Größe von Streifgebieten und Aktionsräumen sehr stark
schwanken kann. Bei Männchen aus waldarmen Gebieten vergrößerten
sich nach dem Schlupf der Jungvögel die zur Nahrungssuche zurückgelegten
Distanzen signifikant. Bei solchen Bruten traten regelmäßig
Helfer am Nest auf. Die Größe der gegenüber
Artgenossen verteidigten Territorien blieb konstant. Pirole suchten
besonders häufig in einem Radius von 200 m um das Nest nach
Nahrung. Sie bevorzugten dafür Waldhabitate. In Einzelfällen
flogen sie jedoch bis zu 2.800 m entfernte nahrungsreiche Gebüsch-
oder Baumgruppen an. Streifgebiete, in denen Wälder fehlten,
wiesen eine größere Vielfalt an Nahrungshabitaten und
besonders bevorzugte Plantagen junger Laubbäume auf. Auch von
Raupen befallene Gebüsche spielten dort eine wichtige Rolle als
Nahrungsquelle. Die bei der Nahrungssuche und als Neststandorte
bevorzugten Baumarten waren Schwarzerle (Alnus glutinosa),
Schwarzpappel (Populus nigra bzw. Hybridformen), Stieleiche (Quercus
robur) und Weiden (Salix sp., zumeist Salix caprea,
Salweide). Die gegen Insektenbefall empfindlichen artenarmen
Aufforstungsflächen, Erlenbrüche bzw. Weidengebüsche
boten dem Pirol auch bei sehr geringem Flächenanteil ein hohes
Nahrungsangebot in Form von phytophagen Insekten, das von den
telemetrierten Vögeln genutzt wurde. Diese Merkmale der Nahrungsökologie
sowie ein möglicherweise flexibles soziales System mit Helfern am
Nest erleichtern die Besiedlung der offenen Kulturlandschaft.
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Summary:
Habitat preferences and home range patterns
of European Golden Oriole (Oriolus oriolus) in
Schleswig-Holstein a radio-tracking study
The habitat use of radio-tagged male European Golden Orioles has been
studied in Schleswig-Holstein, northern Germany. Home ranges (nearest
75 % of fixes) and total areas used (100 % of fixes) show large
differences depending on landscape and time of breeding season. In
open areas the distances covered for foraging and food supply of young
increased significantly after hatch. Helpers at the nest have been
observed regularly with these breeding pairs. Home ranges of orioles
breeding in swamp forests did not vary during breeding season. The
range of territories remained constant in all pairs studied. More than
45 % of foraging took place in less than 200 m distance from the nest,
80 % in up to 700 m. Nevertheless, some flights covered up to 2800 m
distance from the nest to special feeding sites. Woodland habitats
were preferred for foraging. In areas where they were absent forestry
plantations were selected for breeding and foraging instead. From all
types of habitats within the study area, plantations, open woodlands
and groups of trees were preferred. Willow thickets and forestry
plantations infested by caterpillars provided important food resources
for orioles living in open areas without forest. Oak, elder and poplar
trees were most commonly used for foraging and nesting. They often
formed pure stands with low species diversity and were largely damaged
by phytophagous insects. Even small patches of these stands provided a
high amount of food in the hatch period and were selectively used by
the orioles. This fact and a flexible social system with helpers at
the nest might have enabled the orioles to breed in these areas.
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Jeromin, K. (1999): Die Brutvögel des
Dorfes Labenz 1931 und 1995 Wandel von Dorfstruktur und
Vogelwelt. Corax 18: 88-103. <
Matthiessen (1933) hat 1931 die Brutvögel des Ortes
Labenz/Schleswig-Holstein erfaßt. Mit seiner Arbeit war es möglich,
die langfristigen Bestandsentwicklungen der Brutvogelarten in Dörfern
zu quantifizieren. Hierzu wurde die Avifauna von Labenz 1995 erneut
untersucht und die Ergebnisse mit denen von Matthiessen (1933)
verglichen.
Während Labenz 1931 ein reines Bauerndorf war, zeichnete sich
der Ort 1995 durch ein Übergangsstadium zwischen Bauerndorf und
Pendlerort mit Vorstadtcharakter aus. Im Unterschied zu vielen anderen
Dörfern verfügte er aber noch über eine überdurchschnittliche
Habitatausstattung.
Der Vergleich der Brutvogelkartierungen 1931 und 1995 in Labenz
ergab, daß eine einsetzende Verstädterung von Dörfern
zu erheblichen Verschiebungen in der Avifauna führt, jedoch
keinen Rückgang der Gesamtdichte und der Artenzahl verursachen muß.
Beide Parameter haben zwischen 1931 und 1995 in Labenz deutlich
zugenommen: die Gesamtdichte von 129,9 Revieren/10 ha auf 149,1
Reviere/10 ha, die Artenzahl von 33 auf 40.
Für die häufigeren Vogelarten in Labenz wurde ein Trend
ermittelt, mit dem Fluktuationen und großräumige, biotopübergreifende
Bestandsentwicklungen als Ursachen für die lokalen Veränderungen
größtenteils ausgeschlossen werden konnten. Es ergab sich
bei 20 Arten ein positiver und bei 11 ein negativer Trend, bei fünf
Spezies waren die Bestände in etwa unverändert.
Die Zunahmen der Gesamtabundanz und der Artenzahl lassen sich vor
allem mit einer Vergrößerung des Angebots an Nistmöglichkeiten
durch die Umwandlung einiger landwirtschaftlicher Nutzflächen in
Bauland erklären (edge effect). Durch die Verstädterung
haben sich die Lebensbedingungen der sehr dicht siedelnden typischen
Vorstadt- und Parkvögel erheblich verbessert. Einige Grundstücke
sind zudem aufgelassen worden, wodurch die Dorfstruktur ebenfalls
vielfältiger geworden ist.
Die fortschreitende Bebauung in Labenz läßt langfristig
eine weitere Zunahme der Gesamtabundanz, jedoch eine Abnahme der
Brutvogelarten erwarten. Zur Erhaltung einer hohen Artenvielfalt wird
vorgeschlagen, Strukturen wie Obstwiesen, Nutzgärten, Wiesen,
Viehweiden, offene Ställe und Schuppen zu bewahren, die früher
das Dorfbild geprägt haben.
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Summary:
The breeding birds of the village of Labenz in 1931 and 1995
change in village structures and bird populations
The breeding bird population of the village of Labenz,
Schleswig-Holstein was recorded by Matthiessen in 1931 (Matthiessen
1933) and was surveyed again in 1995. It is thus possible to quantify
long-term developments in the breeding bird population of the village.
In 1931 Labenz was a country village, in 1995 it had almost sub-urban
character. However, in contrast to many other villages it still
contained habitat elements that were good for the breeding bird
population. A comparison of the results of the two surveys show that
in the beginning the urbanisation process caused immense changes in
the avifauna but not necessarily decreases in total abundance or
number of species. Both parameters increased from 1931 to 1995: the
total abundance from 129.9 territories/10 ha to 149.1 territories/10
ha, the number of species from 33 to 40.
Trends were calculated for the common breeding species. In most cases
natural causes for fluctuations and changes in population could be
ruled out as reasons for the recorded changes in the village. The main
factor affecting numbers of breeding birds was changes in village
structure. Positive trends were recorded for 20 species and negative
ones for 11 species. The populations of 5 species were unchanged.
The total abundance and number of species increased from 1931 to 1995
in the village. This was the result of the conversion of agricultural
land to building estates and the subsequent increased availability of
breeding sites (edge effect). Urbanisation has improved the living
conditions for birds characteristic for suburbs and parks and has led
to high breeding densities. Plots of land within the village that have
not been built on also increase the variety of available habitats.
Urbanisation will continue in Labenz and will probably lead to
further increases in abundance of breeding birds. The number of
species, however, is likely to decrease. Structures such as meadows,
orchards, pastures, open cowsheds, pigsties and sheds, which are
typical for country villages should remain in order to preserve a high
species diversity.
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Pfeifer, G. (2000): Vorkommen und
Ausbreitung des Schwarzkehlchens (Saxicola torquata Linnaeus 1766),
in Schleswig-Holstein unter Einbeziehung der Bestandsentwicklung in
den Nachbarländern. Corax 18: 109-141.
Bis Ende der 1980er Jahre war das Schwarzkehlchen in
Schleswig-Holstein ein seltener Brutvogel mit meist nur 0-2 Brutpaaren
(BP) ohne feste Brutansiedlung. Seit etwa 1989 kam es zu einer
kontinuierlichen Bestandszunahme unter gleichzeitiger Arealausweitung.
1967 gab es 63 Brutnachweise, vor allem im Bereich der Geest, hier
hauptsächlich westlich der Linie Schleswig-Rendsburg unter
Einschluß der Eider-Treene-Sorge-Niederung. Der Bestand wird für
1997 auf 80-100 BP, für 1998 auf 120-140 BP geschätzt.
Ähnliche Tendenzen werden aus den Nachbarländern Dänemark,
Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Sie lassen
sich auch in den meisten übrigen Bundesländern sowie in
Polen erkennen. Im Rahmen dieser allgemeinen Ausbreitungstendenz
verschiebt sich die Verbreitungsgrenze des Schwarzkehlchens deutlich
nach Norden bis nach Dänemark sowie nach Osten bis nach Polen.
Auf Helgoland gab es 1997 eine mit vier Jungen erfolgreiche Mischbrut
Saxicola torquata maura (Männchen) x S. t. rubicola
(Weibchen).
Die lange Verweildauer des Schwarzkehlchens von Ende Februar/Anfang März
bis Oktober/November ermöglicht der Art bis zu drei Bruten/Jahr.
Der Verfasser dokumentiert die Dreierbrut eines Paares im Fockbeker
Moor/RD 1993
Einige Winterdaten lassen auf Überwinterung bzw. Überwinterungsversuche
schließen.
Interspezifische Auseinandersetzungen mit Braunkehlchen (Saxicola
rubetra) und Neuntöter (Lanius collurio) führten
zu keinen oder zu unerheblichen Beeinträchtigungen des
Schwarzkehlchenbestandes.
Da das Schwarzkehlchen in Schleswig-Holstein weiterhin als potentiell
gefährdet eingestuft werden muß, entwickelt der Verfasser
einige Vorstellungen zum Schutz und zur weiteren Förderung der
Art.
Verschiedene Aspekte der dargestellten Ausbreitung werden abschließend
diskutiert.
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Summary:
Numbers and distribution of the Stonechat in Schleswig-Holstein,
with information on the population development in neighbouring states
Until the late 1980s the Stonechat was a scarce breeding bird in
Schleswig-Holstein with mostly between 0 and 2 breeding pairs and no
permanent breeding population.
Since about 1989 a continuous population increase was observed
together with a range expansion. In 1997 there were 63 breeding pairs,
above all in the sandy uplands and here mainly west of the line
between Schleswig and Rendsburg including the lowlands of the rivers
Eider, Treene and Sorge. The author estimates a total population for
Schleswig-Holstein in 1997 of 80-100 pairs and in 1998 of 120-140
pairs.
Similar expansions are known for the neighbouring states and
countries Denmark, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, in
most of the other states of the Federal Republic of Germany as well as
in Poland.
Whilst increasing in population size the Stonechat has expanded its
range distinctly to the north to Denmark and to the east to Poland.
In 1997 there was a successful mixed raced breeding pair of Saxicola
torquata maura (male) x S. t. rubicola (female) on
Heligoland.
As the Stonechats can stay in Schleswig-Holstein from the end of
February/beginning of March until Oktober/November they can breed as
many as three times a year.
The author proves information on triple breeding of one pair in the
Fockbeker Moor/RD in 1993.
Some winter observations indicate that the Stonechat possibly winters
in Schleswig-Holstein.
The Stonechat is dominant over Whinchats (Saxicola rubetra),
but subdominant to Red-backed Shrikes (Lanius collurio),
however, this does not influence the population of the Stonechat.
Although the Stonechat is increasing, it is still potentially
endangered in Schleswig-Holstein. The author suggests some proposals
for its protection and support.
Finally, different aspects of the expansion in range are discussed.
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Kieckbusch, J.J. & K.S. Romahn (2000):
Brutbestand, Bestandsentwicklung und Bruthabitate von Heidelerche (Lullula
arborea) und Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) in
Schleswig-Holstein. Corax 18: 142-159. <
Bei einer landesweiten Brutbestandserfassung der Heidelerche in
Schleswig-Holstein 1999 wurden 147 Reviere (+ 20 Reviere auf dem
Grenzstreifen zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern)
festgestellt und ein Brutbestand von 170-180 Paaren (+ 20 Paare
Grenzstreifen SH-MV) geschätzt. Verbreitungsschwerpunkte waren
das östliche Lauenburg mit über 1/3 des Landesbestandes, der
Segeberger Forst und Umgebung sowie der Bereich nordwestlich von
Rendsburg. Die Größe des aktuellen Gesamtbestandes
entspricht der von Daunicht (1985) in den Jahren 1983/84 bei einer
landesweiten Kartierung ermittelten Bestandsgröße, jedoch
hat es in den einzelnen Schwerpunktgebieten Bestandsveränderungen
gegeben. Im Südosten der Landes hat der Heidelerchenbestand
zugenommen, während in den nördlichen Landesteilen ein
deutlicher Bestandsrückgang zu verzeichnen ist. Als Bruthabitate
wurden 1999 im Bereich nordwestlich von Rendsburg vor allem
Waldrand-Heide-Habitate sowie Aufforstungsflächen besiedelt, im
Segeberger Forst dominierten Aufforstungsflächen, während im
südöstlichen Lauenburg Waldrand-Brache- und
Waldrand-Acker-Habitate eine große Bedeutung hatten. Negative
Bestandsveränderungen lassen sich vor allem auf die Eutrophierung
und Vergrasung von Heiden und Trockenrasen zurückführen, während
der positive Entwicklungstrend im südöstlichen Lauenburg
vermutlich mit dem vermehrten Angebot von nährstoffarmen
Ackerbrachen zusammenhängt. Im Segeberger Forst ist die
Heidelerche vom Vorhandensein frisch geräumter Kahlschläge
abhängig.
Eine Kontrolle zahlreicher ehemaliger Brutreviere des Ziegenmelkers
erbrachte 1999 trotz günstiger Witterungsbedingungen keinen
Nachweis in Schleswig-Holstein. Da auch in den vergangenen zehn Jahren
kaum noch Meldungen vorliegen, die auf ein Brutvorkommen schließen
lassen, scheint diese Art nur noch unregelmäßiger Brutvogel
in Schleswig-Holstein zu sein. Für den Bestandsrückgang dürften
klimatische Ursachen, ein stark verringertes Angebot nachtaktiver
Fluginsekten sowie Lebensraumwandel und -zerstörung
verantwortlich sein.
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Summary:
Breeding population, population development and breeding habitats
of Woodlark (Lullula arborea) and Nightjar (Caprimulgus
europaeus) in Schleswig-Holstein in 1999
A survey of the breeding-population of Woodlark in Schleswig-Holstein
in 1999 revealed a total of 147 territories (+ 20 territories on the
borderline between Schleswig-Holstein and Mecklenburg-Vorpommern). The
breeding population of Schleswig-Holstein is estimated at 170-180
pairs (+ 20 pairs on the borderline).
The main breeding areas are eastern Lauenburg, with 1/3 of the total
population, the Segeberg forest and the area northwest of Rendsburg.
The Woodlark population has increased in the southeast of
Schleswig-Holstein and decreased in the northern part of the country.
The preferred breeding habitat of the Woodlark differs between the
main breeding areas. Northwest of Rendsburg heathlands adjacent to
conifer plantations and young conifer plantations are used for
breeding. In the Segeberg forest young clearings are the predominant
breeding habitat. In the southeast of Lauenburg, fallow land and
extensively used sandy fields adjacent to forests are important
breeding areas. The decline of the Woodlark population in the north of
Schleswig-Holstein is caused by eutrophication of heathlands and dry
grassland. The increase in the southeast is obviously due to the
increase of nutrient poor fallow land.
In the Segeberg forest the population depends on the availability of
clearings and young plantations. Conservation measurements for the
three main breeding areas are proposed.
A survey of former breeding sites of the Nightjar in
Schleswig-Holstein in 1999 revealed no birds at all. Although over the
last 10 years no breeding of the species was confirmed, due to the
nocturnal activity single pairs were probably not detected. Therefore
the Nightjar has to be treated as an irregular and very rare breeding
bird in Schleswig-Holstein. The dramatic decline of this formerly
widespread and common species in Schleswig-Holstein is caused by
habitat loss, climatic change and the decrease in the numbers of
nocturnal insects.
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Vlug, J.J. (2000): Zur
Brutbestandsentwicklung und Ökologie des Rothalstauchers (Podiceps
grisegena) in Schleswig-Holstein und Hamburg 1969-1998 mit
ergänzenden Bemerkungen zur früheren Situation und zu den
Verhältnissen in den Nachbarländern. Corax 18: 160-179.
Die Brutbestandsentwicklung des Rothalstauchers in Schleswig-Holstein
und Hamburg ist in der Periode 1969-1998 untersucht worden.
Vorjährige Rothalstaucher sind geschlechtsreif, aber nur einige
Male wurde festgestellt, daß ein vorjähriges Exemplar brütete.
Im Zeitraum 1969-1978 fluktuierte der Brutbestand zwischen 331 und 365
Paaren. Durch eine Ölkatastrophe im Kattegat wurde 1979 der
niedrigste Bestand erreicht (272 Paare). Danach stieg er
kontinuierlich auf max. 726 Paare (1990). 1991-1998 schwankte der
Bestand zwischen 524 und 699 Paaren.
Die Ursachen der Bestandszunahme in den 1980er Jahren sind unbekannt.
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Bestandsschwankungen und den
Wintertemperaturen (r = - 0,225, n = 29, p > 0,05). Auch die
klimatischen Verhältnisse in der Brutperiode, die Situation im
Brutgebiet und der Bruterfolg können als Ursache der
Bestandszunahme ausgeschlossen werden. Wahrscheinlich wird der Bestand
in Schleswig-Holstein und anderen, am Rande des Verbreitungsareals
liegenden Ländern durch Populationsschwankungen in zentralen
Verbreitungsgebieten beeinflußt.
Insgesamt waren 361 Gewässer in mindestens einer Brutsaison
bewohnt. Die meisten Paare brüten im Osten Schleswig-Holsteins.
Durchschnittlich 87 % der Population leben in den Kreisen Plön,
Ostholstein und Rendsburg-Eckernförde. Besiedelt werden vor allem
kleine, flache, vegetationsreiche Gewässer. Die Hälfte des
Bestandes bewohnt Kleingewässer bis 10 ha. Trotzdem ist nicht
eine geringe Größe, sondern ein großer
Nahrungsreichtum der entscheidende Faktor der Habitatwahl. Diese
Nahrung (größere Wirbellose und kleine Wirbeltiere) findet
man auch an größeren vegetationsreichen Flachseen. Da es
kaum nicht-polytrophe Flachgewässer über 50 ha im
Berichtsgebiet gibt, werden hier fast nur kleine Gewässer
bewohnt.
In Schleswig-Holstein werden sehr hohe Brutbestandsdichten erreicht
(auf dem Festland bis 8,00 Paare/ha und auf Fehmarn bis 8,67
Paare/ha).
Die meisten Brutgewässer sind Fischteiche. An zweiter Stelle
stehen die Strandseen. Rothalstaucher brüten nicht häufig an
tiefen Seen, aber in der Untersuchungsperiode nahm ihre Bedeutung zu
(1970 1, 1980 4 und 1996 8 % des Gesamtbestandes).
Habitatwahl, Bestandsdichte und Reproduktion des Rothalstauchers
werden kaum durch Konkurrenz mit dem Haubentaucher (Podiceps
cristatus) beeinflußt. Seinerseits bildet der Rothalstaucher
wahrscheinlich fast keinen Faktor bei der Habitatwahl des
Schwarzhalstauchers (Podiceps nigricollis). Eine sehr hohe
Besatzdichte von Karpfen (Cyprinus carpio) und anderen
Cypriniden kann jedoch Bestandsdichte und Bruterfolg des
Rothalstauchers schmälern. Durch das Fehlen von großen
Cypriniden und die rasche Vermehrung von größeren
Wirbellosen und kleinen Wirbeltieren werden neu angelegte und neu
entstandene Flachgewässer schnell von vielen Rothalstauchern
besiedelt (z.B. bis 54 Paare am 14 ha großen Struckteich bei
Zarpen/OD). Der Bruterfolg an diesen Weihern ist oft hoch (pro
Brutpaar 1,10, pro Familie 1,93 Junge, n = 342 Paare; der
Landesdurchschnitt betrug 1984-1990 0,60 bzw. 1,53 Junge).
Schleswig-Holstein und Hamburg haben als Mausergebiet des
Rothalstauchers wenig Bedeutung. Die Notwendigkeit zu mausern erklärt
jedoch das frühzeitige Verlassen der Brutgewässer. Seit 1996
werden regelmäßig Rothalstaucher in der postnuptialen
Mauser an den Lebrader Teichen/PLÖ beobachtet (bis 38 Exemplare).
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Summary:
>On the breeding population dynamics and ecology of the
Red-necked Grebe (Podiceps grisegena) in Schleswig-Holstein
and Hamburg 1969-1998 with additional notes on the population
dynamics in the neighbouring countries and in the period before 1969
The breeding population dynamics of the Red-necked Grebe in
Schleswig-Holstein and Hamburg were investigated in the period
1969-1998.
Second calendar year Red-necked Grebes are sexually mature, however,
they rarely breed at this age.
In the period between 1969-1978 the breeding population fluctuated
between 331 and 365 pairs. Lowest recorded numbers (272 pairs) were
recorded in 1979 following an oil spill in the Kattegat. From then on
the population increased continuously to a maximum of 726 pairs (in
1990). Between 1991 and 1998 the breeding numbers varied from 524 to
699 pairs. The causes of the marked increase in the population in the
1980s are unknown. No significant statistical correlation could be
found between population trends and winter temperatures (r = - 0.225,
n = 29, p > 0.05). This is also the case for climatic conditions in
the breeding season, the state of breeding habitats and reproduction
success. A marked population increase was also recorded in
Mecklenburg, Niedersachsen, Denmark and Finland from c. 1980 onwards.
It is likely that immigration of Red-necked Grebes from the central
part of the breeding range is the cause of the fluctuations in the
population in Schleswig-Holstein and the other countries which lie on
the border of the breeding range.
During and shortly before World War I the number of breeding
Red-necked Grebes on the island of Fehmarn was very high (1914: 450
pairs). From that time on the population on the island has undergone a
marked decrease (1956: 31-35 pairs). Although numbers recovered, they
have never achieved the former size (1990: 235 pairs).
361 bodies of water in Schleswig-Holstein were occupied in at least
one breeding season. During the breeding season the majority of the
Red-necked Grebes is found in the eastern parts of Schleswig-Holstein.
On average 87 % of the pairs breed in the districts Plön,
Ostholstein and Rendsburg-Eckernförde, 12 % in the other
districts of Schleswig-Holstein and at most 1 % in Hamburg. The
species chiefly inhabits small and shallow waters with an abundance of
vegetation. Half the population lives in bodies of water up to 10 ha.
However, it is not the small size of the breeding sites that is of
overriding importance in habitat selection, but the abundance of food.
Larger shallow lakes with an abundance of vegetation contain
Red-necked Grebe prey too (larger invertebrates and small
vertebrates). In other European areas, large, shallow waters are often
inhabited by Red-necked Grebes, however, as there are hardly any
shallow suitable waters larger than 50 ha in Schleswig-Holstein and
Hamburg, most Red-necked Grebes occupy small ponds and lagoons here.
Extremely high population densities of Red-necked Grebes have been
recorded in the study area (up to 8 breeding pairs/ha on the mainland
of Schleswig-Holstein and up to 8.67 breeding pairs/ha on the island
of Fehmarn). The species is found primarily on fishponds, but lagoons
are also often occupied. Red-necked Grebes mostly avoid deep lakes,
however, the importance of such lakes as breeding sites is growing
(1970 1, 1980 4 and 1996 8% of the total population).
Competition with the Great Crested Grebe (Podiceps cristatus)
hardly affects habitat selection, population density and breeding
success of the Red-necked Grebe. The Red-necked Grebe has probably a
minimal influence on the habitat selection of the Black-necked Grebe (Podiceps
nigricollis). In bodies of water with very high numbers of Carp (Cyprinus
carpio) and other cyprinids, these fishes can impair population
density and breeding success of the Red-necked Grebe. Because prey
species are abundant in new artificial or natural shallow waters and
large cyprinids are absent here, these new bodies of water are
colonised quickly by large numbers of Red-necked Grebes (e.g. up to 54
pairs on a newly created pond of 14 ha). The breeding success on these
new ponds is frequently high (1.10 young per breeding pair, 1.93 young
per family, n = 342 pairs; in the period between 1984-1990 the average
breeding success for the whole of Schleswig-Holstein was 0.60 young
per breeding pair and 1.53 young per family). Schleswig-Holstein and
Hamburg are not important moulting areas for the Red-necked Grebe. The
urge to moult explains the early departures from the breeding waters.
Since 1996 Red-necked Grebes in postnuptial moult have been recorded
frequently on the ponds near Lebrade (up to 38 birds).
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Hein, K. & K.-H. Reiser (2000): Der Flußregenpfeifer
(Charadrius dubius) in Schleswig-Holstein Verbreitung,
Brutbiologie, Wanderungen.Corax 18: 181-204.
Seit Ende der 1960er Jahre wurde der Flußregenpfeifer mit
zunehmender Intensität bis in die frühen 1990er Jahre in
ganz Schleswig-Holstein in seinem Siedlungsverhalten und in seiner
Brutbiologie mit Hilfe der wissenschaftlichen Vogelberingung
untersucht. Der aktuelle Bestand bewegt sich zwischen 320 und 380
Brutpaaren mit leicht negativer Tendenz, denn die Zahl gut geeigneter
Bruthabitate nimmt ab. Das Landesmittel beträgt 2,3 Brutpaare pro
besiedelter Brutlokalität. Die höchste Abundanz wurde in
einer winzigen, wasserreichen Grube von 0,4 ha mit 4 Brutpaaren
vorgefunden; maximal brüteten 25 Brutpaare auf 7 ha Spülfläche.
83 % aller Flußregenpfeifer sind brutortstreu; die Männchen
dabei signifikant höher als dieWeibchen. Die 10 % echten
Zerstreuungsumsiedler finden im Mittel 15 km entfernt einen neuen
Brutplatz. Die 120 als nichtflügge Beringten und bei ihrer
Erstansiedlung Kontrollierten brüten im Durchschnitt 21 km von
ihrem Geburtsort entfernt. Dieser Wert ist geringfügig größer
als derjenige der adult beringten Umsiedler. Die Um- bzw.
Ansiedlungsentfernungen entsprechen den Distanzen zu den ca. 8-10 nächsten
potentiellen Brutorten. Nachgewiesenes Höchstalter ist 11 Jahre;
mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es auch 12- oder 13jährige Vögel.Weibchen
werden im Mittel signifikant älter als Männchen. Das Brüten
erstreckt sich über 80 Tage; 50 % der Jungen schlüpfen dabei
in den ersten 28 Tagen bis zum 7. Juni. Der Bruterfolg ist mit
trockenem und warmem Wetter korreliert. Zur Bestimmung des ungefähren
Alters bei älteren, nichtflüggen Pulli wird eine zugehörige
Flügelmaßtabelle angeboten. Die Flugfähigkeit der
Jungen wird ab 88 mm Flügellänge erreicht. Ein
Parallellaufen der Männchen als Revierbegrenzung wie bei Ch.
mongolus wurde beobachtet. Einige Besonderheiten zum Brutverhalten und
zu Körperabnormitäten werden dargestellt. Mit weiteren
Fernfunden wird als südlichstes Überwinterungsgebiet Afrika
nördlich des Äquators zwischen ca. 17 Grad westlicher und
ca. 30 Grad östlicher Länge bestätigt; neu aufgezeigt
wird ein stärkerer Wegzug nach Südost. Ein Ringfund deutet
sogar den Bereich des Persischen Golfs als mögliches
Winterquartier an.
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Summary:
The Little Ringed Plover in Schleswig-Holstein
distribution, breeding biology and migration
The distribution and breeding biology of the Little Ringed Plover in
Schleswig-Holstein was investigated from the 1960s to the early 1990s
using bird banding techniques. Study effort increased over the period.
Currently between 320 and 380 pairs breed in Schleswig-Holstein. The
population is declining slowly because of a reduction in the number of
suitable breeding sites. On average 2.3 pairs breed at each breeding
site. The highest breeding density of 4 breeding pairs was recorded in
a 0.4 ha gravel pit with abundant water. A maximum of 25 pairs bred on
a 7 ha area used for disposal of dredging material. 83 % of all Little
Ringed Plovers settle to breed in the natal area, males significantly
more than females. 10 % of the population settled away from the natal
area. On average displacement was 15 km. 120 birds banded as
fledglings were recovered as first-time breeders at an average
distance of 21 km from the natal area. This value is slightly larger
than the value for birds that resettled in new areas as adults. The
settlement and resettlement distances correspond to the distances to
the nearest 8 to 10 suitable breeding sites. The highest age recorded
by banding in the study was 11 years. It is highly probable that 12
and 13 year old individuals exist. Females were found to live
significantly longer than males. The breeding season extends over
about 80 days. 50 % of the young have hatched by the 7th June within
the first 28 days. Breeding success is higher when weather conditions
are warm and dry. A table of wing lengths is included which enables
the approximate ageing of unfledged young. Fledging occurs at a wing
length of 88 mm and longer. Males were observed to run parallel to one
another in order to define the border of the breeding territory, as
has been observed for the Lesser Sand Plover. Aspects of the breeding
behaviour and physical abnormalities are discussed. Long distance
recoveries of Little Ringed Plovers confirm that the southernmost
wintering area in Africa is just north of the equator between 17
degrees west and 30 degrees east latitude. Autumn migration in a south
easterly direction is a new phenomenon. One recovery suggests that the
Persian Gulf is a possible wintering area.
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Schafstall, W. (2000): Trainierten Seeadler
(Haliaeëtus albicilla) mit diesjährigem Jungvogel
die Jagd auf Bläßrallen (Fulica atra)? Corax 18:
205
Summary:
Did White-tailed Sea Eagles train their young to hunt Common
Coots?
On the 31.12.1999 two adult White-tailed Sea Eagles were observed to
attack two Common Coots in the middle of a 98ha lake for about 20
minutes. The adult eagles were accompanied by a first-year young that
did not take part in the attacks. The eagles did not kill the coots
although they could have done so quite easily. It appeared as if the
adults were showing the young bird how to hunt waterfowl.
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Gloe, P. (2001): Zur Vogelwelt der
Windberger Niederung im Westen Schleswig-Holsteins. Corax 18: 221-
240.
Vom 6. April bis 26. Juli 2000 wurde an 17 Tagen die Vogelwelt des
ca. 368 ha großen geplanten Naturschutzgebietes "Windberger
Niederung", teils auch der benachbarten Niederungsflächen,
kartiert. Den gezählten oder geschätzten Brutbeständen
und Vorkommen von Gastvögeln, letztere teils als denkbare spätere
Neusiedler, werden Angaben hauptsächlich aus den 1960er Jahren
gegenübergestellt. Von den 64 Brutvogelarten der Niederung fehlen
gegenüber früher im Jahr 2000 7 Arten (Knäkente,
Wiesenweihe, Birkhuhn, Kampfläufer, Trauerseeschwalbe, Elster,
Schafstelze), 4 Arten haben abgenommen (Kiebitz, Bekassine,
Feldlerche, Schilfrohrsänger), 2 zugenommen (Fasan, Fitis), 4
Arten sind neu hinzugekommen (Graureiher, Reiherente, Bleßralle,
Hänfling), bei 21 Brutvogelarten waren keine wesentlichen Veränderungen
gegenüber früher zu belegen. Auch bei einigen der 51
Gastvogelarten traten Veränderungen ein. Tendenzen werden
aufgezeigt und in Zusammenhänge mit großräumig
ablaufenden Vorgängen gestellt. Die Bestandsaufnahmen im Jahr
2000 ergaben nicht nur negative Veränderungen gegenüber den
1960er Jahren. Zusammen mit Beobachtungen zum Wasserhaushalt geben sie
aber Anlaß, Modifikationen bisher durchgeführter Maßnahmen
in Betracht zu ziehen.
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Summary:
The birds of the Windberger lowlands in
western Schleswig-Holstein
The birds of the Windberger lowlands, a 368 ha planned nature
reserve, were surveyed on 17 days during the period 6. April to 26.
July 2000. Counts and estimates of breeding and non-breeding birds
were compared to data from the 1960s. 64 breeding species were
recorded, seven less than previously recorded for the area (Garganey,
Marsh Harrier, Black Grouse, Ruff, Black Tern, Magpie, Yellow
Wagtail). Four species showed population declines (Northern Lapwing,
Common Snipe, Sky Lark and Sedge Warbler) and two population increases
(Pheasant, Willow Warbler). Four species new to the area were recorded
(Grey Heron, Tufted Duck, Common Coot and Common Linnet). The
populations of 21 breeding species were more or less stable. 51
non-breeding species were recorded. Trends in numbers are presented
and discussed in the context of large scale events. Both increases and
decreases in population in comparison to the 1960s were recorded. The
results of the surveys and observations of water management in the
area give cause to consider modifications in management measures.
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Berndt, R.K., H.A. Bruns & B. Koop
(2001): Ornithologischer Jahresbericht für Schleswig-Holstein
1998. Corax 18: 241-279.
1998 zeichnete sich vor allem durch einen nass-kalten Sommer und
einen sturmarmen Herbst aus. Auffällig waren der Heimzug von
Zwergmöwe, Sumpfläufer und Terekwasserläufer. Ein
starker Einflug von Wachtelkönigen führte zum bisher stärksten
registrierten Vorkommen im Lande. Weiterhin positiv ist die
Bestandsentwicklung u.a. von Seeadler, Kranich und Uhu, während
vor allem Alpenstrandläufer, Seeregenpfeifer und Drosselrohrsänger
kontinuierlich abnehmen und ihr baldiges Verschwinden befürchtet
werden muß. Die wieder gestiegenen Kleinsäugerbestände
bewirkten einen Anstieg des Bruterfolgs von Mäusebussard,
Turmfalke und Schleiereule. Etliche Arten haben sich nach den
Bestandseinbrüchen des Kältewinters 1995/96 wieder erholt.
Manche Raritäten, darunter Zwerggans, Rothalsgans,
Graubruststrandläufer, Terekwasserläufer, Zitronenstelze und
Waldammer, erscheinen vermutlich regelmäßig im Lande.
Ausbleibende Invasionen und ein kontinuierlicher Herbstzug ließen
diese Jahreszeit unauffällig bleiben.
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Summary:
Ornithological report for Schleswig-Holstein 1998
The outstanding features of 1998 were the cold wet summer and an
autumn with few gales. There was a conspicuously strong autumn
migration of Little Gulls, Broad-billed Sandpiper and Terek Sandpiper.
A large influx of Corn Crakes led to the largest number of breeding
pairs of this species ever recorded in Schleswig-Holstein. Whereas
numbers of breeding White-tailed Eagle, Common Crane and Eagle Owl
continue to increase, numbers of Dunlin, Kentish Plover and Great Reed
Warbler continue to decline and are in danger of extinction. The
renewed increase in the size of small mammal populations led to an
increase in the breeding success of Common Buzzard, Common Kestrel and
Barn Owl. Numerous species have recovered from the population declines
which resulted from the cold winter of 1995/96. Some rare birds such
as Lesser White-fronted Goose, Red-breasted Goose, Pectoral Sandpiper,
Terek Sandpiper, Citrine Wagtail and Rustic Bunting probably now
occur regularly in Schleswig-Holstein. The autumn was rather
insignificant, lacking large influxes and with a continuous autumn
migration.
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Dierschke, V. (2001): Vogelzug und Hochseevögel
in den Außenbereichen der Deutschen Bucht (südöstliche
Nordsee) in den Monaten Mai bis August. Corax 18: 281-290.
Bei Planbeobachtungen des Vogelzuges wurden in den Jahren 1978, 1980,
1981 und 1984 auf der damals 75 km nordwestlich von Helgoland
gelegenen Forschungsplattform "Nordsee" (FPN) in den Monaten
Mai bis August 97 Vogelarten (davon 38 Singvögel) nachgewiesen.
Außer einigen langfristig anwesenden (in dieser Arbeit nicht berücksichtigten)
Möwenarten handelte es sich fast durchweg um Zugvögel bei
der Überquerung der Deutschen Bucht. Im Vergleich zu Helgoland
ist die Stärke des in den unteren Luftschichten beobachteten
Zuges (Vögel/Stunde) von Wasser- und Watvögeln je nach Art
bei der FPN etwa 10-3000 mal geringer. Bei Singvögeln sind die
Artenzahl und bei den typischen Tagziehern Baumpieper und Schafstelze
die Anzahlen ziehender Individuen bei der FPN niedriger als auf
Helgoland, doch erschwert die wahrscheinlich größere
Anziehung Helgolands für ziehende Singvögel einen
quantitativen Vergleich mit der FPN. Es wird angenommen, dass bei
Singvögeln die größere Entfernung zum Festland und bei
Wasser- und Watvögeln die größere Entfernung zu den in
den Sommermonaten angeflogenen Rastgebieten im und nahe dem Wattenmeer
dazu führen, dass die Außenbereiche der Deutschen Bucht von
weniger Zugvögeln berührt werden. Möglich ist jedoch,
dass in diesem Bereich die Flughöhe größer ist und
sich damit ein größerer Teil der Zugvögel einer
Sichtbeobachtung entzieht als näher an der Küste. Der
zumindest in den unteren Luftschichten zur Küste hin immer
dichter werdende Vogelzug ist bei der Planung von Verkehr und
Bauwerken im Offshore-Bereich zu berücksichtigen.
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Summary:
Bird migration and seabird occurrence in the outer parts of the
German Bight (SE North Sea) from May to August
Observations of bird migration and seabird occurrence were made from
May to August in the years 1978, 1980, 1981 and 1984 from the former
research platform "Nordsee" (FPN), which was situated 75 km
north-west of Helgoland at 54° 42,5' N, 07° 10,3' E. A total
of 97 birds species (38 passerines) were recorded. With the exception
of several gull species, which are not considered in this study, and
of Fulmars, which were always present, most birds observed were
migrants which were crossing the German Bight. The density of visible
migration of waterbirds and waders at the FPN (expressed as birds per
hour) is 10-3,000 times lower than recorded on the island of
Helgoland. An even higher number of migrants was recorded for some
species (especially Common Scoter, Common Eider, Eurasian
Oystercatcher, Red Knot and Dunlin) close to the coast at Blåvandshuk
(Denmark) and along the Dutch part of the Wadden Sea. The number of
typical diurnal passerine migrant species (Tree Pipit, Yellow Wagtail)
were lower on the FPN than on Helgoland, however, the island Helgoland
is possibly more attractive to passerines than the FPN, which makes a
comparison difficult. The greater distance from land (in passerines)
and to coastal staging areas (the Wadden Sea for waterbirds and
waders) is probably responsible for the lower amount of migration
observed at the FPN. However, a possible higher altitude of migration
far offshore than near to land could have led to a lower percentage of
the birds being visible from the FPN. Nevertheless, the increasing
density of visible migration towards the coast, at least at lower
altitudes, should be taken into consideration during planning of
traffic and structures, such as wind turbines, in the offshore area.
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Ullrich, N. (2001): Ansiedlung und
Ausbreitung des Karmingimpels Carpodacus erythrinus in
Schleswig-Holstein. Corax 18: 291-300. <
Die Auswertung aller verfügbaren Beobachtungen ergibt einen Überblick
über die Ansiedlung des Karmingimpels in Schleswig-Holstein nach
dem Erstnachweis auf Helgoland 1848 bzw. 1949 auf dem Festland. Ab
1970 traten auf Helgoland und ab 1979 im übrigen
Schleswig-Holstein alljährlich Karmingimpel auf, doch setzte eine
starke Zunahme erst Ende der 1980er Jahre ein. Diese hielt bis 1992
mit 59 Individuen an (ohne Helgoland), während in den folgenden
Jahren die Ansiedlung stagnierte. Es entwickelten sich Kernvorkommen,
die über mehrere Jahre existierten. In der Frühphase war vor
allem Fehmarn von Bedeutung, wo heute, ebenso wie in einem weiteren
Kernvorkommen vom Ende der 1980er Jahre im Raum Weißenhäuser
Strand/OH, nur noch vereinzelt Karmingimpel auftreten. Die größten
Vorkommen neben Helgoland liegen heute auf der Geltinger Birk/SL und
auf der Elbinsel Pagensand/PI.
Bis 1999 liegen von neun Orten 37 Brutnachweise und von zehn weiteren
Orten Bruthinweise vor. Der Brutbestand wird auf lediglich 20-25 Paare
geschätzt, da mehrere Hinweise gegen eine bereits etablierte
Population sprechen und die meisten singenden Männchen daher
unverpaart bleiben. Während sich die Ansiedlung gut in die überregionale
Expansion eingliedert, sind bisher ausser aus Mecklenburg-Vorpommern
keine Berichte über eine Stagnation bekannt.
Die weitere Entwicklung in Schleswig-Holstein muß als offen
angesehen werden, weshalb eine genaue Dokumentation der Vorkommen
weiterhin erwünscht ist.
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Summary:
Settlement and spread of the Common Rosefinch in
Schleswig-Holstein
All available observations of the Common Rosefinch were evaluated to
give an overview of the settlement of this species in
Schleswig-Holstein since this species was first recorded on Helgoland
in 1848 and on the mainland in 1949. The species occurred annually on
Helgoland from 1970 onwards and from 1979 onwards on the mainland.
However, a large increase in numbers was first recorded at the end of
the 1980s. This lasted till 1992, when 59 individuals were observed
(excluding records from Helgoland), thereafter numbers have stagnated.
Core areas of distribution developed, which remained in existence over
a number of years. In the early phase of settlement the island of
Fehmarn was of importance. Nowadays, however, as in the Weißenhäuser
Strand region of East Holstein, that was a core area from the end of
the 1980s onward, only a few records are registered there each year.
Today the largest numbers of Common Rosefinch, apart from Helgoland,
occur on the Geltinger Birk in the county of Schleswig-Flensburg and
on the island of Pagensand in the river Elbe.
Up to 1999 a total of 37 breeding records from nine localities have
been registered. Possible breeding attempts have been registered from
a further 10 localities. The breeding population is estimated to be
only 20-25 pairs. A number of points speak against an established
population and, therefore, most singing males do not find a mate.
Whereas the settlement in Schleswig-Holstein fits into the general
expansion of the species, apart from Mecklenburg-Vorpommern no other
reports of a stagnation are known. The future development of the
population in Schleswig-Holstein remains open. An exact documentation
of the occurrence of this species is desirable.
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Kubetzki, U. (2001): Zum Bestandsrückgang
der Sturmmöwe (Larus canus) an der
schleswig-holsteinischen Ostseeküste - Ausmaß, Ursachen und
Schutzkonzepte. Corax 18: 301-323.
Der Sturmmöwen-Brutbestand zeigt in den beiden
schleswig-holsteinischen Ostseekolonien der Naturschutzgebiete (NSG)
Graswarder und Oehe-Schleimünde einen langjährigen Rückgangstrend.
Auf dem Graswarder brüteten im Untersuchungsjahr 1.200 Paare, in
Oehe-Schleimünde nur noch 28 Paare. Benachbart zum NSG
Oehe-Schleimünde, auf der Olpenitzer Nehrung, fand Mitte der
1990er Jahre eine Kolonie-Neugründung statt, die inzwischen auf
530 Sturmmöwen-Paare angewachsen ist. Die Besiedelung von Gebäudedächern
durch Sturmmöwen nimmt zu. In Kiel brüteten im Jahr 2000
insgesamt 20 Paare auf dem Dach der Poststelle Gaarden und 6 Paare auf
dem Dach der Mensa II. Im Bereich des Ferienzentrums Heiligenhafen brüteten
ca. 50-100 Paare über mehrere Dächer verteilt.
Die Kolonie auf dem Graswarder erlitt im Jahr 2000 einen kompletten
Brutausfall. Der Hauptgrund hierfür war Prädation durch
Fuchs und Marderartige. Auf der Olpenitzer Nehrung war der Bruterfolg
mit 0,2 Küken pro Paar gering, was in erster Linie durch
erhebliche Störungen der Kolonie zu erklären sein dürfte.
Die Kieler Dachbrutkolonien hatten hingegen einen guten Bruterfolg.
Anhand von Speiballen- und Kotprobenanalysen wurden folgende
Nahrungskomponenten als die wichtigsten für die Kolonien
Graswarder, Olpenitzer Nehrung und die drei Dachbrutkolonien
Kiel-Post, Kiel-Mensa und Ferienzentrum Heiligenhafen eingeschätzt:
1. Graswarder: Regenwürmer, Müll, Kleinsäuger
2. Olpenitzer Nehrung: Regenwürmer, Krebse
3. Kiel-Post: Regenwürmer, Miesmuscheln, Kleinsäuger
4. Kiel-Mensa II: Regenwürmer, Insekten/Boden-Arthropoden
5. Ferienzentrum Heiligenhafen: Regenwürmer.
Die wichtigsten Lebensraumtypen, die von den Sturmmöwen zur
Nahrungsaufnahme aufgesucht wurden, waren terrestrische Bereiche,
gefolgt von Watt/Strand-Bereichen. Die offene Ostsee hat als
Nahrungsgebiet für die Sturmmöwen nur untergeordnete
Bedeutung.
Die Grundnahrungsverfügbarkeit hat sich für die Sturmmöwen
im Ostseeraum in den letzten Jahrzehnten durch die Intensivierung der
Landwirtschaft (Rückgang an Dauergrünland, verstärkter
Anbau von Wintergetreide) insgesamt verschlechtert. Die Brutbestände
in Oehe-Schleimünde von 1938-2000 korrelieren zudem mit der Verfügbarkeit
an anthropogener Nahrung. Die hohen Bestandszahlen in den Kolonien
Graswarder und Oehe-Schleimünde aus früheren Jahren dürften
demzufolge mit dem aktuellen Nahrungsangebot nicht mehr erreicht
werden.
Ohne die Durchführung von Schutzmaßnahmen werden die
Sturmmöwen-Kolonien auf dem Graswarder und im Bereich der Schleimündung
weiter zurückgehen. Eine Kombination verschiedener Maßnahmen
wie Errichtung von Elektrozäunen/schwimmender Pontons zum Schutz
vor Prädatoren, die Kanalisierung der Besucherströme durch
Abzäunung bestimmter Brutbereiche in Olpenitz, sowie die
extensive Beweidung der Schutzgebiete wird vorgeschlagen.
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Summary:
The decline of the Common Gull (Larus canus) breeding
population at the Schleswig-Holstein Baltic Sea coast
The breeding populations of Common Gulls at the Baltic Sea colonies
Graswarder and Oehe-Schleimünde (Federal state of
Schleswig-Holstetin, Germany) have been declining for many years.
In 2000, 1,200 pairs were recorded nesting on Graswarder. Whereas not
more than 28 pairs bred in the former major colony in Oehe-Schleimünde,
530 pairs bred at a new site close to Oehe-Schleimünde in
Olpenitz. That colony was established in the mid 1990s.
Roof-breeding occurs more often nowadays than in the past: In 2000,
20 pairs of Common Gulls were breeding on the roof of a post-office in
Kiel, 6 pairs on the university and 50-100 pairs on the roofs of the
tourist centre in Heiligenhafen.
The breeding success on the first two roofs was 0.9 and 1.8
chicks/pair, respectively. In Graswarder, a complete breeding failure
occurred in 2000 as was also the case during the preceeding three
years. The main reason was predation by red foxes (Vulpes vulpes)
and martens (Martes sp.). The breeding success in Olpenitz was
low with just 0.2 chicks fledged per pair. The main reason was human
disturbance. The analyses of pellets and faeces revealed the following
components to be the most important:
1. Graswarder: earthworms, waste, small mammals
2. Olpenitz: earthworms, crustaceans
3. Post-office, Kiel: earthworms, mussels, small mammals
4. University of Kiel: earthworms, insects/arthropodes
5. Heiligenhafen: earthworms.
The Baltic Sea is rarely used as a feeding ground by the gulls. In
fact the breeding population size in Oehe-Schleimünde correlated
with the proportion of anthropogenic items (e.g. waste, discard) in
the diet. Food availability for the gulls near the Baltic Sea coast
has deteriorated during the last decades, particularly because of
increased use of winter crops and a reduction of meadows. Fencing-in
to protect Common Gulls from predation and disturbance is recommended.
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Schwarten, H. (2001): Silbermöwe (Larus
argentatus) tötet adulte Lachmöwen (Larus ridibundus).
Corax 18: 280.
Summary:
Herring Gull kills adult Black-headed Gulls
From the 10. December 2000 to the 16. January 2001 at the "Stadtteich"
in Neumunster an adult Herring Gull was observed to kill four adult
Black-headed Gulls and eat their entrails. As only one Herring Gull
was ever present during the observation period, it is supposed that
always the same individual was involved.
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Struwe-Juhl, B. (2000): Zur Bedeutung ausgewählter
Gewässer des östlichen Schleswig-Holstein für rastende
Wasservögel Vergleichende Auswertung der Ergebnisse der
Internationalen Wasservogelzählung aus den Jahren 1966/67 -
1995/96. Corax 18, Sonderheft 1: 1-240
Im Zeitraum von 1966/67 bis 1995/96 wurden in Schleswig-Holstein im
Rahmen der Internationalen Wasservogelzählung 5.287 Zählungen
an 60 Küstenstrecken der Ostsee und 9.743 Zählungen an 111
ausgewählten Binnengewässern durchgeführt. An diesem
30-jährigen Gemeinschaftsprojekt der Ornithologischen
Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg waren
bislang über 305 Zählerinnen und Zähler beteiligt. Seit
1980 werden die Ergebnisse der Bodenzähler durch zusätzliche
Zählungen vom Flugzeug aus ergänzt, die insbesondere die
Bestände der Meeresenten auf den küstenfernen Flachgründen
und fernab der Küste erfassen. In den 80er Jahren kamen
zahlreiche systematische Schiffszählungen hinzu.
In der vorliegenden Dokumentation werden alle 20 Küstenregionen
der schleswig-holsteinischen Ostseeküste einschließlich der
Insel Fehmarn (= 60 Teilstrecken und sechs Flachgründe) und 111
Binnengewässer hinsichtlich ihrer Bedeutung für rastende
Wasservögel anhand von numerischen Kriterien bewertet. 15 Küstenregionen
haben eine internationale Bedeutung und sollten im Rahmen der europäischen
Schutzgebietskulissse Natura 2000 vollständig als
Special Protected Areas (SPA) ausgewiesen werden, denn in diesen
Gebieten konzentrieren sich im Winterhalbjahr große Mengen an
Haubentauchern, Kormoranen, Höcker- und Singschwänen,
Tafel-, Reiher-, Berg-, Eider-, Eis-, Trauer- und Schellenten, Zwerg-,
Mittel- und Gänsesägern sowie Bleßrallen. 5 Küstenregionen
wurden als national bedeutend eingestuft. Von den 111 Binnengewässern
haben 7 internationale, 30 nationale, 55 regionale und 19 lokale
Bedeutung für rastende Wasservögel (vgl. Kapitel 3). Auch
die 7 international bedeutenden Binnengewässer
Schleswig-Holsteins (Fischteiche im Raum Plön-Selent, Fischteiche
im SW Fehmarns, Großer Binnensee, Großer Plöner See,
Lanker See und Kührener Teich, Schaalsee und Selenter See)
sollten vollständig als SPA ausgewiesen werden.
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Summary:
The importance of coastal areas and inland waters for roosting
waterfowl in the eastern part of Schleswig-Holstein/Germany
Within the scope of the international waterfowl census between
1966/67 and 1995/96 in Schleswig-Holstein a total of 5287 counts at 60
coastal areas on the Baltic and 9743 counts on 111 inland waters were
carried out. Over the last 30 years 305 participants were involved in
this project of the Ornithological Association of Schleswig-Holstein
and Hamburg (OAG). Since 1980 the ground counts were complemented by
aerial surveys focused on several seaduck species which roost on
shallow offshore waters. In addition in the 1980s some systematic
counts were carried out from ship.
The importance of 20 coastal regions including the island of Fehmarn
(= 60 coastal areas and 3 shallow offshore waters) and 111 inland
waters were evaluated by numerical criteria. Because of the high
numbers of roosting Great Crested Grebe (Podiceps cristatus),
Great Cormorant (Phalacrocorax carbo), Mute Swan (Cygnus
olor), Whooper Swan (Cygnus cygnus), Pochard (Aythya
ferina), Tufted Duck (Aythya fuligula), Scaup (Aythya
marila), Common Eider (Somateria mollissima), Long-tailed
Duck (Clangula hyemalis), Black Scoter (Melanitta nigra),
Goldeneye (Bucephala clangula), Smew (Mergus albellus),
Red-breasted Merganser (Mergus serrator), Goosander (Mergus
merganser) and Coot (Fulica atra) 15 coastal regions are
of international importance and should be protected completely as
Special Protected Areas (SPA). The other five coastal regions are of
national importance (see map, p. 10). Seven of 111 inland waters are
of international importance. 30 waters are of national, 55 regional
and 19 local importance for roosting waterbirds. All seven inland
waters of international importance should be protected completely as
SPAs.
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Nehls, G., B. Beckers, H. Belting, J. Blew,
J. Melter, M. Rode & C. Sudfeldt (2001): Situation und Perspektive
des Wiesenvogelschutzes im Nordwestdeutschen Tiefland. Corax 18,
Sonderheft 2: 1- 26.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die
Situation des Feuchtgrünlands und der Wiesenvogelbestände,
sowie über den Stand des Wiesenvogelschutzes im Nordwestdeutschen
Tiefland, in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen,
Bremen und Nordrhein-Westfalen. Die Marschen und Niederungen des
nordwestdeutschen Tieflands, mit einst 500.000 ha Feuchtgrünland,
sind der Verbreitungsschwerpunkt der Wiesenvögel in Deutschland.
Groß angelegte Entwässerungsprojekte und die Intensivierung
der landwirtschaftlichen Nutzung haben einen starken Rückgang der
Feuchtwiesen bewirkt. Die Grünlandgebiete Nordwestdeutschlands
werden heute vor allem durch intensive Milchviehhaltung, aber auch
durch Veredlungsbetriebe geprägt. Die Grünlandnutzung zur
Silagegewinnung gehört zu den intensivsten Nutzungsformen der
modernen Landwirtschaft. Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen begünstigen
intensive Nutzungsformen, so dass extensive Weidenutzungen stark zurückgegangen
sind.
Von den empfindlicheren Wiesenvogelarten sind Alpenstrandläufer
(Calidris alpina) und Kampfläufer (Philomachus pugnax)
bis auf sporadische Einzelvorkommen im Bestand erloschen. Die
Bekassine (Gallinago gallinago) ist nur noch eingeschränkt als
Wiesenvogel einzustufen, da sie im Wirtschaftsgrünland praktisch
nicht mehr vorkommt. Die toleranteren Arten Kiebitz (Vanellus
vanellus) und Uferschnepfe (Limosa limosa) sind als die
einzigen noch flächig verbreiteten Wiesenvögel mit
Hauptvorkommen im Wirtschaftsgrünland deutlich im Rückgang
begriffen. Der Große Brachvogel (Numenius arquata) hat
teilweise in Schleswig-Holstein im Grünland noch bis zuletzt
zugenommen, geht aber in den meisten Bereichen Nordwestdeutschlands
zurück. Rotschenkel (Tringa totanus) und Austernfischer (Haematopus
ostralegus) weisen in Küstennähe, als Folge des Zustroms
vom Wattenmeer, stabile Bestände auf.
>Von 500.000 ha Feuchtgrünland, die in den 1980er Jahren noch
als bedeutend für Wiesenvögel eingestuft wurden, befinden
sich derzeit etwa 30.000 ha im Eigentum der öffentlichen Hand,
wovon etwa die Hälfte intensiv für den
Feuchtwiesen-/Wiesenvogelschutz gemanagt wird. Für weitere etwa
15.000 ha wurden Bewirtschaftungsauflagen vertraglich vereinbart, so
dass insgesamt auf etwa 9 % der ursprünglich für Wiesenvögel
bedeutenden Fläche Schutzmaßnahmen mit unterschiedlicher
Intensität durchgeführt werden. Die Erfolge in den
Wiesenvogelschutzgebiete sind unterschiedlich. Eine sehr positive
Entwicklung erfolgte in mehreren Kögen an der
schleswig-holsteinischen Westküste, die insgesamt die höchsten
Siedlungsdichten an Wiesenvögeln aufweisen. In den Schutzgebieten
im Binnenland stagnieren die Bestände meist auf niedrigem Niveau,
teilweise nehmen sie selbst in intensiv gemanagten Gebieten ab.
Bislang ist es nur in wenigen Gebieten gelungen, die Wiesenvogelbestände
auf hohem Niveau zu erhalten und die Siedlungsdichten sind deutlich
niedriger als in niederländischen Wiesenvogelschutzgebieten. Die
besten Ergebnisse gab es dort, wo die Wasserstände großflächig
angehoben werden konnten, die schlechtesten in Gebieten, in denen nur
ein Teil der Flächen über Bewirtschaftungsverträge
geschützt wird. Die Ursachen für die insgesamt noch recht
geringen Erfolge der Schutzbemühungen werden primär darin
gesehen, dass es nur in wenigen Gebieten gelungen ist, in ausreichend
großen Einheiten die Wasserstände zugunsten des
Feuchtwiesenschutzes zu verändern. Die eingeleiteten Schutzmaßnahmen
können die Effekte der langfristigen und großräumigen
Veränderungen der ehemaligen Feuchtwiesenlandschaft nicht
kompensieren. Darüber hinaus spielen großräumige
Bestandsveränderungen, Wechselwirkungen mit dem Umland, sowie
lokal Probleme im Gebietsmanagement und die Prädation eine Rolle
für die Bestandsentwicklung in den Schutzgebieten.
Für die künftige Strategie des Wiesenvogelschutzes wird
empfohlen, dem Ankauf von Schutzgebieten erste Priorität zu geben
und die Vernässung in größeren Einheiten durchzuführen.
Der Vertragsnaturschutz sollte langfristig eine größere
Rolle spielen. Hierfür sind zunächst jedoch noch Veränderungen
der agrarpolitischen Rahmenbedingungen mit Einführung einer Grünlandprämie
notwendig, da es derzeit nicht gelingt, größere zusammenhängende
Einheiten unter Vertrag zu bekommen.
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Summary:
Status and prospects of meadow bird conservation in the north-west
German lowlands
This paper reviews the situation of wet meadows and the status of
meadow bird populations in the north-west German lowlands of
Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen and Nordrhein-Westfalen and
presents an overwiew of the measures applied in meadow bird
conservation. The marshes and river lowlands of northwestern Germany
include about 500,000 ha of wet meadows and are the center of meadow
bird distribution in Germany. Large scale land consolidation projects
and intensified agricultural practices led to large decreases in the
extent of wet meadows. Agriculture in the grassland areas of
northwestern Germany is presently dominated by dairy farms and pig and
poultry breeders. Grasslands used for silage cutting are amongst the
most intensively used farmland areas. Agricultural policies clearly
favour intensification. Grazing systems are declining drastically.
Dunlin and Ruff, which can be considered as sensitive meadow bird
species, are almost extinct. Common Snipe can hardly be called a
meadow bird any longer as most pairs breed outside farmland. Northern
Lapwing and Black-tailed Godwit are the only meadow bird species which
are still more or less widely distributed and which settle mainly on
agricultural land. However, both species show drastic decreases in
breeding numbers. Eurasian Curlews increased in some parts of
Schleswig-Holstein until recently, but numbers are decreasing in most
other areas. Oystercatcher and Common Redshank numbers are stable in
coastal areas with an influx from the Wadden Sea.
Of 500,000 ha of farmland which were attributed to be of some
significance to meadow birds in the 1980s, about 30,000 ha have been
purchased by state governments for conservation purposes. About half
of this area is intensively managed for meadow bird conservation.
Contracts have been signed with farmers in agri-environmental schemes
on a further 15,000 ha. In total about 9 % of the former area
considered important for meadow birds is subject to various
conservation measures. The success of conservation efforts has been
rather variable. A very positive development of meadow bird numbers
occured in some polders on the west coast of Schleswig-Holstein, which
hold the highest densities. In most inland areas numbers remained more
or less stable at a low level, or decreased, sometimes even in areas
managed for meadow birds. Up to now high densities could only be
maintained in a few areas and densities are generally much lower than
in dutch meadow bird reserves. The best results were achieved in areas
where the water level could be controlled in favour of the meadow
birds, the least favourable results were achieved in areas partly
protected by contracts. The reasons for the limited success in meadow
bird conservation is thought to be caused by the fact that only a few
reserves are big enough to allow a suitable management of water
levels. The conservation efforts cannot compensate for large-scale
changes in the former wet meadows. In addition, general population
decreases, interaction with surrounding areas, and local management
problems and predation play a role in the development of meadow bird
numbers in the reserves.
It is recommended that future strategies in meadow bird conservation
should aim to maintain a suitable water level in larger areas, which
can almost only be achieved, if the land is purchased by the state.
Management contracts as part of agri-environmental schemes should play
a bigger role in the future. However, it is recommended, that
agricultural policies should change from headage payments to area
payments in order to increase acceptance of the contracts by the
farmers.
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Nehls, G. (2001): Bestandserfassung von
Wiesenvögeln in der Eider-Treene-Sorge-Niederung und auf
Eiderstedt 1997. Corax 18, Sonderheft 2: 27-38.
Die Bestände der Wiesenvögel wurden 1997 in der
Eider-Treene-Sorge-Niederung auf ca. 18.000 ha und auf Eiderstedt auf
ca. 11.000 ha kartiert. Die Eider-Treene-Sorge-Niederung ist eine von
Moorböden geprägte Flußniederung, Eiderstedt dagegen
eine von Kleiböden geprägte alte Seemarsch. Der Kiebitz war
mit Siedlungsdichten von 0,47 RP/10ha in der
Eider-Treene-Sorge-Niederung und 0,63 RP/10ha auf Eiderstedt die häufigste
Wiesenvogelart, die Uferschnepfe erreichte Siedlungsdichten von 0,11
bzw. 0,08 RP/10ha. Rotschenkel waren mit 0,03 bzw. 0,04 RP/10ha in
beiden Gebieten etwa gleich häufig, der Austernfischer erreichte
dagegen in der Eider-Treene-Sorge-Niederung mit 0,03 RP/10ha nur ein
Zehntel der auf Eiderstedt gefundenen Siedlungsdichte. Bekassine und
Großer Brachvogel wurden nur in der Eider-Treene-Sorge-Niederung
angetroffen. Vergleiche mit früheren Untersuchungen weisen für
die Uferschnepfe auf einen Bestandsrückgang um etwa ein Viertel
seit den 1980er Jahren hin. In der Eider-Treene-Sorge-Niederung
belegen Vergleiche mit früheren Untersuchungen einen anhaltenden
Rückgang des Rotschenkels, während der Bestand der
Bekassine, nach starken Rückgängen in den 1970er und 1980er
Jahren, derzeit auf niedrigem Niveau stagniert. Der Brachvogel nimmt
in der Eider-Treene-Sorge-Niederung zu. Die niedrige Siedlungsdichte
des Kiebitzes weist auf sehr starke Bestandseinbrüche in beiden
Gebieten hin.
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Summary:
A survey of breeding meadow birds in the
Eider-Treene-Sorge-lowlands and on Eiderstedt in 1997
The numbers of breeding meadow birds were mapped in 1997 on 18,000 ha
of the Eider-Treene-Sorge-lowlands and on 11,000 ha of the Eiderstedt
peninsula. The Eider-Treene-Sorge-lowlands are a river marsh dominated
by peat soils, whereas Eiderstedt is an old embanked sea marsh
dominated by clay soils. The Northern Lapwing was the most abundant
species with 0.47 pairs/10ha in the Eider-Treene-Sorge-lowlands and
0.63 pairs/10 ha on Eiderstedt. Black-tailed Godwits reached 0.11 and
0.08 pairs/10ha respectively. Redshank showed almost equal abundances
in both areas with 0.03 and 0.04 pairs/10ha, whereas breeding
densities of Oystercatchers in the Eider-Treene-Sorge-lowlands (0.03
pairs/10ha) were only a thenth of the density recorded on Eiderstedt.
Common Snipe and Eurasian Curlew only occurred in the
Eider-Treene-Sorge-lowlands. Breeding numbers of Black-tailed Godwits
have decreased in both areas by about a quarter since the 1980s. In
the Eider-Treene-Sorge-lowlands a comparison with former surveys
showed a continuous decline of Common Redshank numbers, whereas the
Common Snipe remained stable after severe declines in the 1970s and
1980s. The low densities of Northern Lapwing recorded in both study
areas mirrors the strong declines of this species.
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Hötker, H., J. Blew, H.A. Bruns, S.
Gruber, B. Hälterlein & W. Petersen-Andresen (2001): Die
Beutung der "Naturschutzköge" an der Westküste
Schleswig-Holsteins für brütende Wiesen-Limikolen. Corax 18,
Sonderheft 2: 39-46.
Nach Bestandsaufnahmen von 1996 bis 1999 brüteten in den
sogenannten Naturschutzkögen an der Westküste
Schleswig-Holsteins (Rickelsbüller, Fahretofter, Ockholmer und
Beltringharder Koog, Hauke-Haien Koog, Dithmarscher Speicherköge)
sowie an der unteren Eider 2382 Austernfischer-, 1965 Kiebitz-, 34
Bekassinen-, 381 Uferschnepfen- und 1025 Rotschenkelpaare sowie ein
Alpenstrandläuferpaar. Außerdem wurden 48 Kampfläuferweibchen
zur Brutzeit festgestellt. Die Köge beherbergten damit etwa ein
Viertel der schleswig-holsteinischen Gesamtbestände von
Uferschnepfe und Rotschenkel sowie weit mehr als die Hälfte des
deutschen Kampfläufer-Brutbestandes. Nach erheblichen Zunahmen
jeweils kurz nach den Eindeichungen blieben die Bestände von
Austernfischer, Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel weitgehend
stabil. Alpenstrandläufer, Bekassinen und Kampfläufer
zeigten deutliche Bestandseinbußen. Sollte letzterer Trend
anhalten, muß mit dem Erlöschen des Kampfläuferbrutbestandes
in Deutschland gerechnet werden.
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Summary:
The significance of "nature protection polders" on the
West coast of Schleswig-Holstein for breeding meadow waders
Censuses in 1996-1999 in the so-called "nature protection
polders" on the West coast of Schleswig-Holstein (Rickelsbüller,
Fahretofter, Ockholmer and Beltringharder Koog, Hauke-Haien- Koog,
Dithmarscher Speicherköge, Estuary of river Eider) revealed
following numbers of breeding pairs: Oystercatcher 2382, Lapwing 1965,
Dunlin 1, Snipe 34, Black-tailed Godwit 381, and Redshank 1025. In
addition, 48 Reeve were noted. The polders hosted about one quarter of
the total breeding population of Black-tailed Godwit and Redshank in
Schleswig-Holstein and far more than half of the German breeding
population of Ruff. Shortly after the land claims had taken place
(1959-1990), populations of all breeding meadow waders increased.
Populations of Oystercatcher, Lapwing, Black-tailed Godwit and
Redshank in the polders have been fairly stable since then, whereas
those of Snipe, Dunlin and Ruff have decreased considerably. If the
downward trend in Ruff continues, this species faces extinction as a
breeding bird species in Germany.
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Melter, J. & A. Welz (2001):
Eingebrochen und ausgedünnt: Bestandsentwicklung von
Wiesenlimikolen im westlichen Niedersachsen von 1987-1997. Corax 18,
Sonderheft 2: 47-54.
Von 1987 bis 1997 wurden in 109 Untersuchungsgebieten (126.000 ha) im
westlichen Niedersachsen die Bestände von sechs Wiesenlimikolen
erfaßt. Der Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen
(1998) hat die Originaldaten bereits publiziert; diese werden hier mit
einem neuen Programm (TRIM) zur feineren Analyse bearbeitet.
Die Bestandsentwicklungen verlaufen signifikant negativ für
Kiebitz (jährliche Abnahmerate von 2,4 %, Gesamtbestand 1987 ca.
6.250 Paare, 1997 ca. 5.200 Paare); Bekassine (11,5 %, 970, 340),
Uferschnepfe (6,6 %, 2.580, 1.355), Großer Brachvogel (1,9 %,
880, 745) und Rotschenkel (4,5 %, 623, 405).
Der Austernfischer zeigt als einzige Art eine positive
Bestandsentwicklung (jährliche Zunahme von 4,4 %, 1987 ca. 624
Paare, 1997 ca. 984 Paare).
Deutlich rückläufig ist zudem die Präsenz von
Bekassine, Uferschnepfe, Großem Brachvogel und Rotschenkel in
den Gebieten; die Bestände drohen zunehmend zu verinseln.
Die Ursachen für die dramatischen Rückgänge der "empfindlichen"
Arten werden kurz diskutiert. Die Region stellt trotz der Verluste
immer noch wichtigste Vorkommen für einige Arten in Niedersachsen
und ganz Deutschland dar (z.B. Großer Brachvogel, Uferschnepfe).
Leider unterliegen die meisten Untersuchungsgebiete bislang keinerlei
Schutzvorschriften oder -bemühungen. Angesichts dieser Situation
sind die Zukunftsperspektiven für die Vorkommen von Wiesenvögeln
negativ. Anforderungen an ein effektives Schutzprogramm werden kurz
umrissen.
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Summary:
Decreasing and isolated: Population changes of breeding waders in
wet meadows in western Lower-Saxony between 1987 and 1997
Six wader species breeding in (wet) meadows were surveyed in the
western part of Lower Saxony, Germany between 1987 and 1997. Surveys
were carried out in 109 sites covering about 1,263 km2 within a region
of 9,412 km2. The results were published by Arbeitskreis
Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen (1998). Here, data are reanalysed
using TRIM (TRends & Indices for Monitoring data; see Pannekoek &
van Strien 1996, van Strien & Verstrael 1996). Trends were
significantly negative for Lapwing (annual decrease of 2,4 %; 1987 ca.
6,250 pairs, 1997 5,200 pairs), Common Snipe (11,5 %, 970, 340),
Black-tailed Godwit (6,6 %, 2,580, 1,355), Curlew (1,9 %, 880, 745)
and Redshank (4,5 %, 623, 405). With the exception of Lapwing all
these species abandoned several breeding sites thus becoming
increasingly isolated in the region. The Oystercatcher is the only
species which has increased and settled in new sites during the last
decade (+ 4,4 %, 624, 984); this is mainly due to a population
increase in the Wadden Sea area. Reasons for the dramatic decrease in
most species are well known and described briefly. The region and
especially the study sites still hold important breeding populations
of wader species at a state and federal level. As most of the sites
are not protected future population trends of meadow birds in the
region will be negative. Conservation measures which are considered to
be necessary to protect the bird populations are discussed briefly.
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Seitz, J. (2001): Zur Situation der Wiesenvögel
im Bremer Raum. Corax 18, Sonderheft 2: 55-66.
Traditionelle Wiesenvögel des Bremer Beckens wie Kiebitz (Vanellus
vanellus), Bekassine (Gallinago gallinago), Uferschnepfe (Limosa
limosa), Rotschenkel (Tringa totanus), Krick- (Anas
crecca) und Knäkente (Anas querquedula), Feldlerche (Alauda
arvensis) und Schafstelze (Motacilla flava) haben in den
letzten Jahren Bestandseinbrüche zwischen 30 % und 70 % erlebt.
Bestände anderer traditioneller Arten der Bremer Flußniederungen
wie Kampfläufer (Philomachus pugnax), Wachtelkönig (Crex
crex) und Tüpfelralle (Porzana porzana) sind als
Folge von Entwässerungen schon seit der Jahrhundertwende auf
geringe Reste zusammengeschmolzen. Gut gehalten haben sich Arten wie
Wiesenpieper (Anthus pratensis), Braunkehlchen (Saxicola
rubetra) und Großer Brachvogel (Numenius arquata),
die vor hundert Jahren noch kaum vertreten waren und sich erst nach
Durchführung der großen Entwässerungsmaßnahmen
im Laufe dieses Jahrhunderts verstärkt angesiedelt haben. Die
Schaffung größerer Naturschutzgebiete und ein angepaßtes
Wassermanagement hat zwar zunächst zu einem Anstieg der Bestände
traditioneller Wiesenvögel geführt. Seit Anfang der 1990er
Jahre, vor allem seit 1996, ist auch hier ein massiver
Bestandseinbruch bis unter das Niveau vor der Unterschutzstellung zu
verzeichnen. In den Schutzgebieten fällt derzeit der größte
Teil der Gelege Prädatoren zum Opfer. Untersuchungen der Jahre
1998 und 1999 mit so genannten Thermologgern zeigen, dass hierbei
entgegen der öffentlichen Diskussion nicht der Rabenkrähe (Corvus
c. corone), sondern Raubsäugern, vor allem wohl dem Fuchs (Vulpes
vulpes), die entscheidende Rolle zukommt. Konsequenzen aus der
Bestandsentwicklung der Wiesenvögel für den Naturschutz
werden kurz diskutiert.
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Summary:
The situation of the meadow birds in the Bremen region
In recent years meadow birds traditionally found in the Bremen basin,
such as the Lapwing, Snipe, Black-tailed Godwit, Redshank, Teal,
Garganey, Skylark and Yellow Wagtail, have suffered declines in
population size of 30 % to 70 %. Other traditional species of the
Bremen river lowlands, such as the Ruff, Corncrake and Spotted Crake,
have declined continuously since the beginning of the twentieth
century on account of drainage projects and the remaining populations
are now only small. Species such as the Meadow Pipit, Whinchat and
Curlew, which were scarce 100 years ago and were only able to
establish themselves after the major drainage projects throughout the
twentieth century, have managed to hold their own. Although the
creation of large nature conservation areas and appropriate changes in
water management have led to a brief rise in the populations of
traditional meadow birds, there too has been a serious decline - since
the beginning of the nineteen nineties but especially since 1996 - to
below the levels which prevailed before the conservation areas were
established. In the conservation areas most of the nesting sites fell
victim to predators in recent years. Surveys conducted in 1998 and
1999 using so-called thermologgers indicate that, contrary to the
opinions expressed in public debate, it is not the Carrion Crow which
plays the main role in this case, but predatory mammals, particularly
the fox. In the light of the population trend for meadow birds there
is a brief discussion about consequences in nature conservation.
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Bruns, H.A., H. Hötker, J.
Christiansen, B. Hälterlein & W. Petersen-Andresen (2001):
Brutbestände und Bruterfolg von Wiesenvögeln im
Beltringharder Koog (Nordfriesland) in Abhängigkeit von
Sukzession, Beweidung, Wasserständen und Prädatoren. Corax
18, Sonderheft 2: 67-80.
Nach der Eindeichung der Nordstrander Bucht 1987 stiegen durch die
Zunahme der Landfläche und der Besiedlung der ehemaligen Wattflächen
mit niedrigwüchsigen Pflanzen die Brutbestände von Wiesenvögeln
im neu entstandenen Beltringharder Koog rasch an. Mit fortschreitender
Sukzession und der Ausdehnung von Hochstaudenfluren sanken die Bestände
des Gesamtgebietes nach einem Maximum sechs Jahre nach der Eindeichung
wieder ab. Auf den durch Beweidung und Wasseranstau gepflegten Flächen
erhöhten sich jedoch die Wiesenvogeldichten. Als für die
Bestandsgrößen wichtige Faktoren ließen sich
Wasserstand und verschiedene Wetterparameter ermitteln. Die Häufigkeit
von Füchsen (Vulpes vulpes) erwies sich sowohl für
die Erklärung der Bestandshöhe als auch des Bruterfolges
(von Enten Anatidae) als weniger bedeutend. Der Schlupferfolg
von Austernfischern (Haematopus ostralegus) und Kiebitzen (Vanellus
vanellus) war auf unbeweideten Flächen signifikant höher
als auf beweideten.
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Summary:
Breeding populations and breeding success of meadow birds in the
Beltringharder Polder (Nordfriesland) in relationship to vegetation
succession, grazing levels, water levels and predators
After the land claim in the Nordstrander Bucht, the population of
meadow birds breeding in the new Beltringharder Koog rapidly increased
because vast areas of new land with low vegetation cover became
available. Due to the succession of vegetation and the dispersion of
tall perennials the populations of meadow birds decreased after having
reached a maximum six years after the land claim. In parts of the area
where wet grassland was managed by water level manipulations and
grazing the density of breeding meadow birds increased. Regression
models revealed water level and various weather parameters as
signifikant factors for explaining population sizes of breeding meadow
birds. The number of foxes seen in the study site appeared to be less
important for the population size and the breeding success (of ducks).
The hatching success of Oystercatchers and Lapwings was significantly
higher on ungrazed than on grazed plots.
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Nehls, G. (2001): Entwicklung der
Wiesenvogelbestände im Naturschutzgebiet Alte-Sorge-Schleife,
Schleswig-Holstein. Corax 18, Sonderheft 2: 81-101.
Die Alte-Sorge-Schleife ist ein 600 ha großes Grünland-
und Moorgebiet in der Eider-Treene-Sorge-Niederung. Sie wurde als
Gebiet mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung von 1985 bis
1993 für den Naturschutz aufgekauft. Nachdem es in den Jahren während
des Ankaufs und der Einrichtung des Naturschutzgebietes zu
Schwierigkeiten mit der Bewirtschaftung kam, ein Teil der Flächen
hoch aufwuchs und Bestandsrückgänge der Wiesenvögel
einsetzten, wurde 1992 ein Pflege- und Entwicklungsplan vorgelegt,
nach dem 287 ha Grünland mit Nutzungsauflagen unter anderem für
den Wiesenvogelschutz bewirtschaftet werden. Die Wasserstände im
Gebiet wurden durch Anstau der Parzellengräben angehoben, das Grünland
bleibt seitdem ungedüngt und wird entweder beweidet (1,5
Rinder/ha) oder ab 1. Juli gemäht. Die Auswirkungen der Schutzmaßnahmen
auf Bestand und Bruterfolg der Wiesenvögel wurden von 1993 bis
1997 untersucht. Starke Bestandseinbrüche waren bei Kiebitz (Vanellus
vanellus), Uferschnepfe (Limosa limosa), Rotschenkel (Tringa
totanus) und Bekassine (Gallinago gallinago) vor allem in
den Jahren 1985 bis 1992 zu verzeichnen, bevor der Pflege- und
Entwicklungsplan umgesetzt wurde. Uferschnepfe und Kiebitz gingen auf
10 % des zu Beginn der 1980er Jahre ermittelten Bestands zurück.
Mit Ausnahme der Uferschnepfe haben die Bestände der genannten
Arten nach 1992 wieder zugenommen: Bekassine und Rotschenkel haben mit
23 bzw. 5 Paaren wieder Werte wie zu Beginn der 1980er Jahre erreicht,
der Kiebitz mit 29 Paaren dagegen nur ein Viertel seines ursprünglichen
Bestands. Die Uferschnepfe erreichte 1997 mit nur noch 5 Paaren den
bislang niedrigsten Bestand. Der Bruterfolg von Uferschnepfe und
Kiebitz war in den meisten Jahren sehr gering. Die Beobachtungen
wiesen in mehreren Jahren auf ungewöhnlich hohe Gelegeverluste
durch Prädation hin.
Bei Feldlerche (Alauda arvensis) und Schafstelze (Motacilla
flava) sind keine sicheren Aussagen über die
Bestandsentwicklung möglich. Im Bestand zugenommen haben Großer
Brachvogel (Numenius arquata), Braunkehlchen (Saxicola
rubetra) und Wiesenpieper (Anthus pratensis).
Die Entwicklung des Gebietes seit 1993 wird im Hinblick auf die
untersuchten Brutvögel als generell positiv bewertet, da bei den
meisten Arten höhere Bestände als im Umland erhalten oder
Bestandszunahmen eingeleitet werden konnten. Sie ist jedoch nicht
zufriedenstellend, da die Bestände von Kiebitz und Uferschnepfe
weiterhin deutlich unter den früheren Werten liegen. Bei den Rückgängen
und den geringen Bruterfolgen dieser Arten werden
Bewirtschaftungsfehler bei der Einrichtung des Naturschutzgebietes,
ungewöhnlich hohe Prädationsraten und Abwanderungen in das
Umland als die wesentlichen Ursachen angesehen. Das heutige Management
mit Nulldüngung, möglichst hohen Wasserständen, Mahd ab
1. Juli und niedrigen Beweidungsdichten hat sich bewährt. Es wird
empfohlen, den Anteil der Weideflächen auszuweiten und die
Viehdichte stärker am Aufwuchs der Flächen auszurichten.
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Summary:
Development of meadow birds in the nature reserve
Alte-Sorge-Schleife, Schleswig-Holstein
The Alte-Sorge-Schleife is a 600 ha grassland and peat bog area in
the Eider-Treene-Sorge-lowlands, Schleswig-Holstein. The area was
purchased by the government to establish a nature reserve and 287 ha
of grassland are managed today in order to maintain favourable
conditions for meadow birds. Northern Lapwing, Black-tailed Godwit,
Redshank and Common Snipe strongly decreased in the period 1985-1992
before the current management concept was implemented. In the same
period Northern Lapwing and Black-tailed Godwit decreased by 90 %. All
species, except for the Black-tailed Godwit, have increased after the
implementation of the management scheme. Common Snipe increased to 23
pairs and Redshank to 5 pairs, which corresponds well to former
numbers. Northern Lapwing reached 29 pairs which is only a quarter of
former numbers and Black-tailed Godwits dropped to only 5 pairs in
1997. Breeding success of Northern Lapwing and Black-tailed Godwit was
low in most years, which was partly caused by exceptional high
predation rates. Increasing numbers of territorial pairs were recorded
for Curlew, Whinchat and Meadow Pipit, whereas no clear information is
available for Skylark and Yellow Wagtail. The development of the
nature reserve after 1993 is concluded to be positive as most species
increased or maintained higher levels than on surrounding conventional
farmland.
Decreasing numbers and low breeding success are assumed to be caused
by mismanagement in the early years of the reserve, high predation
rates and dispersal to the surroundings of the reserve. It is
recommended to maintain the current management scheme which excludes
fertilisation, maintains high water levels, does not allow mowing
before 1 July and restricts cattle densities. More meadows should be
grazed and cattle density should be regulated according to plant
production.
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Meyer, J. (2001): Die Brutvögel im
Bereich des Tetenhusener Moores, Schleswig-Holstein, 1993. Corax 18,
Sonderheft 2: 103-120.
1993 wurde der Brutvogelbestand des Tetenhusener Moores (275 ha
degeneriertes Hochmoor) und des umgebenden Grünlandes (500 ha)
kartiert (Tab. 1, Abbildungen). Hervorzuheben sind die Bestände
typischer Moor- und Wiesenvögel (Sumpfohreule, Asio flammeus,
Trauerseeschwalbe, Chlidonias niger, Großer Brachvogel,
Numenius arquata, Bekassine, Gallinago gallinago,
Kiebitz, Vanellus vanellus, Uferschnepfe, Limosa limosa),
die landesweit zurückgegangen sind. Brutbestände und
Bruterfolg von Arten, die im Grünland und in feuchten
Moorbereichen brüteten, litten erheblich unter der Entwässerung
landwirtschaftlicher Nutzflächen, die auch dem Moorkörper
Wasser entzieht.
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Summary:
The breeding birds of the "Tetenhusener Moor" area,
Schleswig-Holstein, in 1993
A survey of the breeding birds of the "Tetenhusener Moor"
(degenerated raised bog, 275 ha) and the adjacent meadows (500 ha) was
carried out in 1993 (Tab. 1, Figures). The area is especially
important for its populations of species typical of bog and meadow
habitats (Short-eared Owl, Black Tern, Curlew, Common Snipe, Lapwing,
Black-tailed Godwit), that have declined generally in
Schleswig-Holstein. The breeding populations and breeding success of
species breeding on meadows and in the wetter parts of the bog have
suffered considerably from the effects of drainage of the adjacent
farmed areas, which also leads to a lowering of water levels in the
bog itself.
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Köster, H., G. Nehls & K.-M.
Thomsen (2001): Hat der Kiebitz noch eine Chance? Untersuchungen zu
den Rückgangsursachen des Kiebitzes (Vanellus vanellus)
in Schleswig-Holstein. Corax 18, Sonderheft 2: 121-132.
Der Bestand des Kiebitzes und die den Bruterfolg bestimmenden
Faktoren wurden von 1996 bis 1998 in drei Gebieten des
schleswig-holsteinischen Festlands und auf der Insel Pellworm
untersucht.
Die Siedlungsdichten lagen 1996 zwischen 0,5 und 3,2 Revieren/10ha.
Der mittlere Gesamtbruterfolg in den Festlandsgebieten lag zwischen
0,12 und 0,37 juv./Revier (flügge Jungvögel/Revier) und
erreichte in keinem Fall den für den Bestandserhalt notwendigen
Wert von 0,9 juv./Revier. Auf der Insel Pellworm betrug der mittlere
Gesamtbruterfolg 0,77 juv./Revier und erreichte in zwei der drei
untersuchten Jahre den für den Bestandserhalt notwendigen Wert.
Auf dem Festland traten sehr hohe Gelegeverluste auf, die
Schlupfwahrscheinlichkeit (Mayfield-Wert) lag nur zwischen 11 % und 16
%. Im Mittel fielen Zweidrittel der Gelege Prädatoren zum Opfer,
die Höchstwerte lagen bei über 90 %. Auf der Insel Pellworm,
auf der keine Raubsäuger vorkommen, lag der Schlupferfolg dagegen
zwischen 58 % und 86 % und die Prädationswahrscheinlichkeit war
sehr gering. Zwischen der Siedlungsdichte der Rabenkrähe, die auf
Pellworm in vergleichbarer Dichte wie auf dem Festland vorkommt, und
der Prädationswahrscheinlichkeit bestand kein Zusammenhang. Es
wird daher angenommen, daß die meisten Gelegeverluste in den
Festlandsgebieten von Raubsäugern verursacht wurden.
Die Verlustwahrscheinlichkeiten durch landwirtschaftliche Aktivitäten
lagen auf dem Festland zwischen 33 % und 66 %. Sie waren auf Pellworm
erheblich geringer, da dort die Frühjahrsbearbeitung des Grünlandes
weniger intensiv ist.
In den Festlandsgebieten wurde nur in wenigen Fällen ein
Nachgelege im selben Revier festgestellt, wenn ein Gelege verloren
ging. Der Bestandsverlauf deutet darauf hin, daß die meisten
Gelegeverluste gar nicht durch Nachgelege ausgeglichen wurden. Die
Verlagerung der Brutstandorte auf Ackerflächen im Laufe der
Brutzeit zeigte an, daß das schnell aufwachsende Intensivgrünland
nur relativ kurze Zeit als Bruthabitat angenommen wird.
Die Überlebensrate der Küken war auf Pellworm und im
Bereich des Naturschutzgebietes Alte-Sorge-Schleife gut (>25%). In
diesen Gebieten ist eine Vielzahl geeigneter Habitatstrukturen,
insbesondere Feuchtflächen vorhanden. In den anderen Gebieten lag
die Sterblichkeit dagegen bei 88%, geeignete Habitatstrukturen sind
hier seltener. Da bei einer Überlebensrate der Küken von
weniger als 25% kein für den Bestandserhalt ausreichender
Bruterfolg möglich ist, wird angenommen, daß die niedrige Überlebensrate
der Kiebitzküken in vielen Gebieten eine weitere wichtige Ursache
für den Rückgang des Kiebitzes ist. Schutzmaßnahmen für
den Kiebitz sollten daher neben der notwendigen Reduzierung der
Gelegeverluste auch Maßnahmen zur Optimierung der Brut- und Kükenaufzuchtshabitate,
beispielsweise durch Wiedervernässung, beinhalten, damit der
Kiebitz noch eine Chance in Schleswig-Holstein hat.
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Summary:
Can the Lapwing survive as a breeding bird?
A study on the causes of the decline of the lapwing in
Schleswig-Holstein Lapwing breeding densities and the factors
determining breeding success were examined in three mainland areas of
Schleswig-Holstein and on the island of Pellworm from 1996 to 1998.
Breeding densities in 1996 varied from 0,5 to 3,2 pairs/10ha. Mean
fledging success in the mainland areas ranged from 0,12 to 0,37
fledglings/pair, which is considerably below the value of 0,9
fledglings/pair, which is required to sustain a stable population. On
the island of Pellworm, fledging success reached 0,77 fledglings/pairs
and met in two years of the study the level required to sustain the
population. Clutch losses were common on the mainland and hatching
probability (Mayfield values) only reached 11 % to 16 %. About two
thirds of the mainland clutches were predated and the highest values
for probability of predation exceeded 90%. Hatching success on the
island of Pellworm, where mammalian predators are absent, ranged from
58 % to 86 %. No correlation between the nesting densities of Carrion
Crows and nest predation was found and it is thus assumed, that clutch
losses on the mainland were mainly caused by mammalian predators. The
probability of clutch losses due to agriculture ranged from 33 % to 66
% in the mainland areas and was much lower on the island of Pellworm.
On Pellworm, harrowing of grassland in spring is less common. In the
mainland areas clutch losses were rarely replaced in the same field
and observations indicated that many clutch losses were not replaced
at all. It is assumed that the fast growing vegetation of intensively
farmed grasslands rapidly reduce their suitability as Lapwing nesting
habitat, as Lapwings shift to arable land in the course of the
breeding season. Chick survival was good (> 25 %) on the island of
Pellworm and in the lowlands of the river Sorge. In both areas
habitats suitable for Lapwing chicks, such as small wetlands, can
still be found. In the other areas, chick mortality averaged 88 %.
Chick survival rates lower than 25 % are not sufficient to maintain a
viable population. It is therefore assumed that low chick survival is
another crucial factor for Lapwing declines. It is concluded that
measures to stop the decline of the Lapwing must aim to reduce clutch
losses as well as improving the habitat for breeding and fledging of
the chicks by restoring wet grasslands.
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Gienapp, P. (2001): Nahrungsökologie
von Kiebitzküken (Vanellus vanellus) im Grünland der
Eider-Treene-Sorge-Niederung. Corax 18, Sonderheft 2: 133-140.
In den letzten Jahren gehen die Bestände des Kiebitz (Vanellus
vanellus) stark zurück (Nehls 1996). Neben Gelegeverlusten
kann hierfür auch die Überlebensrate der Küken
verantwortlich sein. Deshalb wurde in dieser Arbeit das
Nahrungsangebot und die Nahrungswahl von Kiebitzküken auf
intensiv und extensiv bewirtschafteten Flächen untersucht.
Das mit Bodenfallen erfasste Nahrungsangebot bestand vor allem aus
kleinen Kurzflügelkäfern und kleinen Wolfsspinnen. Im
Extensivgrünland wurden insgesamt geringere Individuenzahlen als
im Intensivgrünland gefangen. Außerdem ließ sich eine
Verschiebung zu kleineren Arten im Intensivgrünland erkennen.
Im Gegensatz zum erfassten Nahrungsangebot wurden in Kotproben von
Kiebitzküken hauptsächlich Überreste von Käfern
(vor allem Laufkäfer) und Dipteren-Larven gefunden. Außer
bei der Anzahl der Dipteren-Larven und Spinnen ergaben sich keine
signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Flächen.
Durch Verhaltensbeobachtungen auf Extensiv-Grünland konnte
festgestellt werden, dass Kiebitzküken in 13 % der Fälle
Regenwürmer erbeuteten und auf Extensivgrünland der Anteil
erfolgreicher Pickbewegungen signifikant höher als auf Intensivgrünland
war.
Neben dem Nahrungsangebot selbst sind die Vegetationsstruktur und die
Bodenfeuchte von besonderer Bedeutung für den Jagderfolg der
vorwiegend optisch orientierten Kiebitzküken, da diese Faktoren
die Verfügbarkeit potentieller Beutetiere bestimmen. Im
allgemeinen sind daher die Ernährungsbedingungen auf extensiv
bewirtschafteten Flächen besser, da hier die Vegetation lückiger
und die Bodenfeuchte höher ist.
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Summary:
The feeding ecology of Lapwing chicks (Vanellus vanellus)
on grassland areas in the Eider-Treene-Sorge river valleys
Over the last years the populations of the Lapwing (Vanellus
vanellus) declined steadily. In addition to nest loss this may be
due to a reduced survival rate of chicks. Survival rate of young
depends, among other things, on favourable foraging conditions during
the rearing period. To evaluate this the diet of lapwing chicks and
the abundance of prey taxa on different managed grassland areas was
studied and compared with the available food resources.
On intensively managed grassland areas more and smaller invertebrates
were caught in pitfall-traps than in low intensity managed areas. The
Lapwing chicks were mainly feeding on beetles, diptera-larvae and
earthworms. Since they locate their prey optically not only the
overall abundance of prey is important but also the structure of the
vegetation. The Lapwing chicks were more succesful in foraging on low
intensity than on intensively managed areas despite the more or less
similar abundance of prey taxa on both areas.
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Haberer, A. (2001): Rabenvögel (Corvidae)
auf Amrum und ihre Auswirkungen auf den Kiebitzbestand (Vanellus
vanellus) der Insel. Corax 18, Sonderheft 2: 141-148.
1997 konnten auf der Nordsee-Insel Amrum 75
Brut- und 40 Revierpaare der Rabenkrähe (Corvus corone corone)
sowie 47 Brut- und 27 Revierpaare der Elster (Pica pica)
kartiert werden. Hinzu kamen ca. 314 nichtbrütende Individuen der
Rabenkrähe. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) war 1997 mit
97 Paaren auf Amrum vertreten, in den Marschen erreichte er eine
Siedlungsdichte von 6,8 P/10 ha. Gelegeverluste durch Prädation
waren beim Kiebitz sehr gering. Der Schlupferfolg lag beim Kiebitz
1997 in den Marschgebieten mit 96 % sehr hoch. Der Aufwuchserfolg der
Jungvögel wurde nur stichprobenartig erfaßt. Die
Untersuchungen auf der von Raubsäugern fast freien Insel Amrum
haben keinen Hinweis darauf ergeben, daß die Bestandsentwicklung
des Kiebitz durch Prädatoren im allgemeinen und Rabenkrähen
im speziellen stark beeinflußt wird.
Der Rückgang des Kiebitzbestandes auf Amrum setzte vielmehr etwa
zeitgleich mit dem starken Rückgang des Bestandes am
schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Festland in den
1980er Jahren ein.
Als Ursache für den Bestandsrückgang des Kiebitz kommen überregional
wirksame Faktoren und die Verschlechterung der Habitatqualität
seit den 1960er Jahren auf Amrum in Frage. Diese ist auf die Absenkung
des Grundwasserstandes (Entwässerung durch die Landwirtschaft,
Wasserentnahme durch Hausbrunnennutzung und erhöhter
Wasserverbrauch durch die Ausweitung der Tourismus-Saison) und auf die
Intensivierung der Landnutzung zurückzuführen (Einschränkung
der Fruchtfolge, intensivere Düngung, Silagebereitung, höhere
Viehdichte).
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Summary:
Carrion Crows and Magpies - do they endanger the Lapwing
population of Amrum?
A survey of the Carrion Crow, Magpie und Lapwing populations was
carried out on the 20.4 km2 island of Amrum in 1997 in order to
evaluate the effects of corvid predation on the Lapwing breeding
population. The Carrion Crow population included 75 breeding pairs, 40
territorial pairs that did not breed and 314 non-breeding individuals.
The Magpie population included 47 breeding pairs and 27 territorial
pairs. 97 pairs of Lapwing were recorded with up to 6.8 pairs/10 ha in
lowland meadows. The rate of clutch loss due to predation was low and
hatching success was high with 96 %. Breeding success was only spot
checked.
Amrum is almost free of mammalian predators. There is evidence, that
development of the Lapwing population is neither influenced by
predation in general nor by Carrion Crows in particular. The decline
of the Lapwing population of Amrum started in the 1980's, at the same
time as it did in most other parts of Schleswig-Holstein and Lower
Saxony. The decline is the result of habitat deterioration that
occurred since the 1960's caused by drainage and intensification of
agriculture.
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Bruns, H.A., R.K. Berndt & B. Koop
(2002): Ornithologischer Jahresbericht für Schleswig-Holstein
1999. Corax 18: 349-394.
Das Berichtsjahr zeichnete sich durch einen "normalen"
Winter und vergleichsweise warme Witterung im Frühjahr und Sommer
aus. Einflüge führten zu vermehrten Bruten beim
Fichtenkreuzschnabel und einer Brut des Stelzenläufers. Eine
anhaltende Ausbreitungstendenz zeigten u.a. Rothals- und Ohrentaucher,
Baßtölpel, Nonnen- und Nilgans, Dreizehenmöwe,
Hohltaube, Blau- und Schwarzkehlchen, während sich die langjährigen
Bestandsrückgänge von Türkentaube, Kuckuck,
Drosselrohrsänger und Karmingimpel fortsetzten. Auf Helgoland
wurde die Brut eines Strandpieperpaares nachgewiesen.
Seit Jahren rückläufig waren die Rastzahlen von Ringelgans,
Pfeif- und Stockente im Wattenmeer, steigend hingegen die Bestände
u.a. von Schnatterente an der Westküste und Trauerente im
Wattenmeer. Die landesweiten Mauserbestände von Grau- und
Nonnengans, Schnatterente, Tafel- und Schellente erhöhten sich
weiter. Auffälliger Wegzug wurde u.a. bei Nonnen- und Ringelgans,
Eiderente, Zwergmöwe und Blaumeise beobachtet. Die in der
Arktis/Subarktis brütenden Limikolen hatten einen hohen
Bruterfolg. Zahlreiche Beobachtungen von seltenen Arten.
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Summary:
Ornithological report for Schleswig-Holstein 1999
Winter weather in 1999 was "normal", spring and summer were
comparatively warm.
Influxes of birds lead to increases in breeding numbers of Common
Crossbill and one pair of breeding Black-winged Stilts. Red-necked
Grebe, Slavonian Grebe, Northern Gannet, Barnacle Goose, Egyptian
Goose, Kittiwake, Stock Pigeon, Bluethroat and Stonechat continue to
extend their breeding range. The declines in breeding numbers of
Eurasian Collared Dove, Common Cuckoo, Great Reed Warbler and Common
Rosefinch, that have been recorded for a number of years, continue. A
pair of Rock Pipits bred on Helgoland. Decreasing numbers of Brent
Geese, Eurasian Wigeon and Mallard have been recorded in the Wadden
Sea for a number of years. Numbers of Gadwall and Black Scoter on the
west coast have, on the other hand, increased. Moulting numbers of
Greylag Goose, Barnacle Goose, Gadwall, Common Pochard and Common
Goldeneye increased further in Schleswig-Holstein in 1999.
Unusually high numbers of Barnacle Goose, Brent Goose, Common Eider,
Little Gull and Blue Tit were registered during autumn migration. The
proportion of young in the Wadden Sea populations of arctic and
sub-arctic waders was high in 1999, indicating good breeding success.
Numerous rare bird species were observed in Schleswig-Holstein in
1999. zurück zum Inhaltsverzeichnis
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Gloe, P. (2002): Zum räumlichen und
jahreszeitlichen Vorkommen, Auftreten von Schwärmen und zur
Mobilität von Türkentauben Streptopelia decaocto
1996-2000 in Dithmarschen (Schleswig-Holstein). - Corax 18: 395-403.
1996-2000 sind in Dithmarschen Daten zur räumlichen
Verteilung von revierhaltenden Türkentauben (Dokumentation
besiedelter Orte im 1-km²-Raster eines Landkreises in
Schleswig-Holstein), zur Habitatbeanspruchung von Nicht-Reviervögeln
außerhalb und innerhalb von Ortschaften, zum Auftreten von Schwärmen
und zur Mobilität erhoben worden. Die Türkentaube ist in
Dithmarschen auf der Geest, in der Marsch, weniger in den Niederungen
in vergleichsweise geringer Dichte in menschlichen Siedlungskomplexen
punktuell, aber großflächig verbreitet. Verglichen mit
Vorkommen viel größerer Türkentaubenbestände an
anderen Orten Europas ist der Bestand in Dithmarschen mit 500-900
Revieren klein und zeigt gegenüber anderen Gebieten am Ende des
20. Jahrhunderts weder positive noch negative Bestandsveränderungen.
Außerhalb von Ortschaften nutzten Türkentauben vorwiegend
das Agrarland der Marsch, weniger der Geest, innerorts Nicht-Reviervögel
vor allem Getreideumschlagplätze und Geflügelhaltungen. Schwärme
bis max. 140 Ex. traten hauptsächlich in der Zeit von September
bis Dezember auf. Die nach Himmelsrichtungen nicht einheitlich
gerichtete Mobilität außerhalb von Ortschaften war im
Februar am geringsten, stieg kontinuierlich bis zum Spätsommer/Frühherbst
an und war danach wieder rückläufig, wobei sich zwischen
Sommer- und Winterhalbjahr unterschiedliche Muster ergaben. Die hohe
Mobilität der Population ermöglicht den Vögeln rasche
Reaktionen auf sich ändernde Bedingungen und damit
Bestandsverschiebungen. Die Art wird unselektiv bejagt, was angesichts
jüngerer Bestandsrückgänge nach der Rechtfertigung
fragen läßt.
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Summary:
Spatial and seasonal occurrence, flocks and mobility of the
Eurasian Collared Dove Streptopelia decaocto in Dithmarschen,
Schleswig-Holstein in the period 1996-2000
Information on the spatial distribution of territorial Eurasian
Collard Doves were collected in the period 1996-2000 in Dithmarschen
(documentation of occupied villages in 1km² grid). In addition
information on the habitat requirements of non-territorial birds
within and outside of villages, on mobility and on the occurrence of
flocks were recorded. In Dithmarschen the Eurasian Collared Dove is
widely distributed in human settlements on the sandy uplands (Geest)
and in the coastal lowlands (Marsch) and less common in the river
lowlands. Densities are, however, low in comparison to other areas in
Europe. The total population in Dithmarschen of 500-900 territories is
small and in comparison to other areas shows neither positive nor
negative population trends at the end of the 20th century. Outside of
human settlements Eurasian Collared Doves use agricultural land in the
coastal lowlands and are less common on the sandy uplands. Within
settlements non-territorial birds occur mainly at grain storage and
trading centres and where poultry are kept. Flocks of max. 140
individuals occur mainly in the period September to December.
Mobility was lowest in February and increased continually until late
summer/early autumn after which it decreased again. Different patterns
are apparent for the summer and winter periods. High mobility allows
the species to react quickly to changing environmental conditions. The
Eurasian Collard Dove is hunted in Germany. Hunting is, however, not
selective. It is not justified considering the recent population
declines.
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Busche, G. (2002): Zur Bestandsentwicklung
der Rohrweihe Circus aeruginosus im Westen Schleswig-Holsteins
1980 bis 2000. Corax 405-414.
Für 1999 wird der Brutbestand der Rohrweihe im westlichen
Schleswig-Holstein auf 150-180 Paare veranschlagt. Damit hat die Art
in den letzten 20 Jahren um rund 90 % zugenommen (Abb. 1). Insgesamt
wirkt die Bestandszunahme ziemlich gleichmäßig. In einigen
Brutgebieten schwankten die Bestände in diesem Zeitraum
allerdings erheblich.
Die positive Entwicklung ergab sich im wesentlichen aus der
zunehmenden Besiedlung von Ackerflächen in den Seemarschen (Abb.
2, 4), die bis in die 1980er Jahre fast unbesiedelt waren (Abb. 3).
Rohrweihen brüteten zuvor hauptsächlich in Feuchtgebieten
mit ausreichend großen Schilfvorkommen.
In der landwirtschaftlich genutzten Marsch Dithmarschens brüteten
im Jahre 2000 17 Paare, davon 12 in Winterweizenfeldern. 6 Feldbrüter
hatten einen Mindest-Bruterfolg von 2,3 ausgeflogenen juv/Paar. Alle
Jungvögel wurden vor Erntebeginn flügge. Neben den Brutvögeln
hielten sich in den Monaten Mai bis Juli mindestens 27 Nichtbrüter
im Gebiet auf (Abb. 5).
Nachdem Rohrweihen in Schleswig-Holstein seit 1970 nicht mehr bejagt
wurden, besiedelten sie ab 1980 zunehmend das Agrarland der
Seemarschen mit alljährlichen (regelmäßigen) Bruten
auf Ackerland. Die Feldbruten konnten sich im Westen des Landes sehr
wahrscheinlich halten, weil die Ernte weit überwiegend erst dann
einsetzt, wenn die Jungvögel flügge sind.
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Summary:
Population development of the Marsh Harrier Circus aeruginosus
in western Schleswig-Holstein in the period 1980 to 2000
The breeding population size of the Marsh Harrier in western
Schleswig-Holstein in 1999 is estimated at 150-180 pairs. Over the
last 20 years the population of this species has increased by about 90
% (Fig. 1). The population increase seems to be a general one,
however, in some areas breeding numbers fluctuated considerably in the
period investigated.
The positive development is mainly due to expansion into arable land
in the coastal lowlands (Fig. 2, 4), where few bred up to the 1980s
(Fig. 3). Previously Marsh Harriers bred mainly in wetlands with
sufficiently large reed beds. In 2000 17 pairs bred in the
agriculturally used coastal lowlands of Dithmarschen. Twelve of these
bred in winter-wheat fields. Six pairs breeding in fields reared 2,3
fledged young/pair. All young fledged before the harvest. In addition
to the breeding birds, 27 non-breeders were recorded in the area
during the months May to July (Fig. 5).
The Marsh Harrier expanded its range after hunting of this species
was stopped in Schleswig-Holstein in 1970 and began to breed regularly
in arable fields in the coastal lowlands from 1980 onwards. The
field-breeders were successful in the west of Schleswig-Holstein most
probably because harvesting generally began after the young had
fledged.
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Gloe, P. (2002): Zu den Zeitmustern der Flüge
von Vögeln zwischen dem Speicherkoog Dithmarschen und den Außendeichsgebieten
der Meldorfer Bucht (Westküste von Schleswig-Holstein). Corax 18:
415-429.
Von 1998 bis 2000 wurden im Speicherkoog Dithmarschen die Zeitmuster
der Flüge von Vögeln zur Nahrungssuche ins Watt und Vorland
(Außendeichsgebiete) und zurück in den Koog untersucht. Die
Erfassungen von Larolimikolen und Brandenten (Tadorna tadorna)
erfolgten an einem Hochwasserrastplatz im NSG "Kronenloch",
die der übrigen Arten an allen Positionen am Seedeich. Dabei
wurden an 183 Tagen 17.412 watt- und koogwärts fliegende Einzelvögel
und Verbände mit insgesamt 393.463 Individuen von 95 Arten erfaßt.
Die meisten Limikolen, Lariden und Brandenten wechselten mit
auflaufendem Wasser koogwärts und mit ablaufendem Wasser wattwärts.
Andere Anatiden, Limikolen, weitere Wasservogelarten und solche "Landvögel"
(Greif-, Hühnervögel, Tauben, Segler, Sperlingsvögel),
die Wattenmeerorganismen im weiteren Sinne verzehren, zeigten keine
tiderhythmischen Wechsel. Vor allem die häufig wechselnden
Sperlingsvögel waren eher an der Tageshelligkeit orientiert. Die
meisten Vögel mit tiderhythmischen Wechseln flogen mit nach Arten
unterschiedlichen Mengen/Stunde in der Zeit von 4 bis 2 Stunden vor
Hochwasser an die Rastplätze und zwischen 1 und 4 Stunden nach
Hochwasser ins Watt. Sie konnten die volle Zeit der bis 2 Stunden vor
und ab 2 Stunden nach Hochwasser trockengefallenen Wattflächen
zur Nahrungssuche nutzen. Früher als 2 Stunden nach Hochwasser
wattwärts startende Vögel steuerten entweder Vorländer
an oder mußten im Seichtwasser watend mit der Nahrungssuche
beginnen. Individuen mancher Arten kamen früher aus dem Watt zurück
und dürften entweder tief gelegene oder küstenferne Watten
verlassen haben. Schon oder noch bei hohen Wasserständen im
Wattenmeer aus- oder einfliegende Vögel dürften Außensände
im Bereich der Insel Trischen aufgesucht oder verlassen haben. Fluß-/Küstenseeschwalben
(Sterna hirundo, St. paradisaea) und Kormorane (Phalacrocorax
carbo) flogen am zahlreichsten sowohl bei auflaufendem als auch
bei ablaufendem Wasser sowohl in den Koog als auch ins Watt, nicht
oder erheblich weniger jedoch um Niedrig- und um Hochwasser; ähnlich
verhielten sich Schellenten (Bucephala clangula). Diese Arten
hatten offenbar Vorteile davon, daß mobile Wattenmeerorganismen
sich bei ablaufendem Wasser in den Prielen konzentrieren und bei
auflaufendem Wasser sich von dort wieder über die Wattflächen
ausbreiten. Auch ein Teil der Brandenten und Möwen (Laridae)
zeigte dieses Zeitmuster. Treibende Organismen und Nahrungspartikel
werden von der oft schaumgekrönten Flutwelle (zwischen Niedrig-
und Hochwasser) erfaßt und bei Sturmfluten auch auf die Vorländer
verfrachtet. Sie stehen Vögeln schon im Watt und noch auf den Küstengrünländern
als Nahrung zur Verfügung. Die häufig und zahlreich
wechselnden Limikolen und Möwen flogen im Mittel in größeren
Verbänden wattwärts und in kleineren koogwärts.
Brandenten verhielten sich entgegengesetzt. Die Ergebnisse aus dem
Speicherkoog Dithmarschen dürften, entsprechend der Weite und der
Höhenlagen vorgelagerter Watten, regional modifiziert auch für
andere Köge mit Hochwasserrastplätzen gelten.
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Summary:
Time patterns of movements of birds between the embanked polder "Speicherkoog
Dithmarschen" and coastal mud flats and salt-marshes in the
Meldorf Bay, west coast of Schleswig-Holstein
During the period 1998 to 2000 the time-patterns of movements of
birds feeding on tidal flats and on salt-marshes and roosting in an
embanked polder were registered. The investigations of Waders, Gulls
and the Shelduck (Tadorna tadorna) were carried out at a
high-tide roost in the nature reserve "Kronenloch". All
other species were observed from different positions on the embankment
(dyke). Investigations were carried out on 183 days. 17.412 movements
of single birds and flocks between the tidal flats and the polder
including a total of 393.463 individuals of 95 species were
registered. Most waders, gulls and the Shelduck moved into the polder
with rising tides and onto the tidal flats with falling tides. The
movements of other duck and wader species and of additional
water-birds and "land-birds" (raptors, galliformes, pigeons,
swifts, passerines), that feed on the organisms of the tidal flats in
the broad sense of the term, did not display a tidal rhythm. Above all
the frequent movements of the passerines were more dependent on
daylight.
Most birds whose movements displayed a tidal rhythm moved to the
roosting site in the period 4-2 hours before high tide and returned to
the tidal flats between 1-4 hours after high tide. The number/hour
recorded varied between species and was species specific. They could
use the tidal flats for feeding for 2 hours before and from 2 hours
after high tide. Birds that left the roost earlier than 2 hours after
high tide headed for the salt-marshes or had to begin feeding in
shallow water. The individuals of some species arrived earlier from
the tidal flats and must have left tidal flats with a lower elevation
or more distant areas.
Birds that arrived at or left the roost during high tide must be
birds moving to and from the outer sands in the region of the island
of Trischen. Commic terns (Sterna hirundo, St. paradisaea)
and Cormorants (Phalacrocorax carbo) flew into as well as out
of the polder in largest numbers by rising as well as by falling
tides. However, these species did not move or moved much less during
high and low tide. Movements of Goldeneye (Bucephala clangula)
were similar. These species seem to take advantage of the fact that
mobile mud-flat organisms concentrate in the creeks during falling
tides and spread out from there during rising tides. Some of the
Shelducks and gulls also showed this pattern.
Floating organisms and food particles are caught by the often
foam-crowned flood wave (between low and high tide) and are
transported to the salt-marshes. Here and already on the mud-flats
they are available as food for the birds. The common large movements
of waders and gulls flew on average in larger flocks onto the tidal
flats than they did in the other direction towards the roosting site.
The opposite was the case for the Shelduck.
It is likely that the results obtained in the Meldorf Bay are
generally representative for similar polder areas with high-tide
roosts.
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Summary:
Foraging of White Storks in the marine tidal flats of
Schleswig-Holstein
From the 23.-25. July 2001, 3 white storks were observed searching
for food in the tidal flats off the North Frisian island of Föhr.
The storks appeared regularly near the harbour of Wyk at low tide
during the 3 day period. As they are certainly not resident on the
island, they must have been visiting from the mainland. In spite of
the extremely broad range of prey items known for this species, the
use of the marine shore belt fauna as a food resource has not been
recorded before.
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Summary:
Why do European Jays (Garrulus glandarius) transport
acorns over long distances and what consequences does this behaviour
have?
European Jays disperse acorns of oaks, Quercus robur et petraea,
over distances of up to several kilometers. By this means they also
cause an effective genetic mixture of oak regeneration, as they fetch
acorns from many distant places and hide them inside their rather
narrow summer home ranges of about 300 by 300 m. Doing so, Jays not
only accumulate individual food reserves of their own - that nobody
else has access to - but also reserves that might be detected and
exploited by their offspring at the time of germination and sprouting
the following June. As the young oak plants may be effectively
detected due to their characteristic leaves, the scatter-hoarded
acorns provide food still rich in energy - even after germination - to
be easily found and exploited by the Jays' offspring. This food
reserve may be significant for survival of young Jays that still have
little experience during their first weeks of independent life,
especially in case of a "sudden" shortage in caterpillars
and other insects due to pupation or cold and wet weather. It would
then improve the reproductive success of the adult Jays. - The "anticipatory"
provision of energy reserves for their young next year appears to be
the main "motivation" for the Jays to hide much more acorns
in autumn than they would need for themselves. From this
understanding, the selection pressures on Jay behaviour and on oak
reproduction ecology in the Jay-oak-symbiosis become plausible.
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