Zusammenfassungen Corax - Band 12 (1987 - 1988)
Vlug, J.J. (1986): Der Brutbestand des Rothalstauchers (Podiceps griseigena) in Schleswig-Holstein und Hamburg 1969-1984 - mit ergänzenden Bemerkungen zur früheren Situation. Corax 12: 3-33

Nachdem bekannt geworden ist, daß früher als "Nichtbrüter" aufgefaßte Rothalstaucher in Wirklichkeit meist solche sind, die ihre Brut oder ihr Gelege früh verloren haben, müssen ältere Brutbestandsangaben z. T. korrigiert und ergänzt werden. Die an vielen Gewässern planmäßig erhobenen Bestandszahlen zeigen im Untersuchungszeitraum weitgehend übereinstimmende Veränderungen. Sie erlauben es, die Brutbestände auch solcher Gewässer zu schätzen, die nicht alljährlich kontrolliert worden sind. Demnach brüteten 1969-84 jährlich im Mittel 307 Paare Rothalstaucher in Schleswig-Holstein und Hamburg, 82 % davon in den Kreisen Plön und Ostholstein. Trotz seiner Lage am westlichen Rand des Verbreitungsgebietes ist Schleswig-Holstein damit eines der bedeutendsten Brutgebiete in Europa. 1979 sank der Bestand auf 237 und stieg bis 1983 auf 458 Brutpaare. Die Ursachen für diese Schwankungen sind größtenteils unbekannt. Mit den Temperaturen im Überwinterungsgebiet sind sie offenbar nicht korreliert. Zwischen 1948 und 1968 war der Bestand mit durchschnittlich 184 Paaren/Jahr wesentlich geringer. Für die Zeit vor 1948 ist eine gesicherte Bestandsschätzung nicht möglich. Nur von Fehmarn ist bekannt, daß dort bis 1919 viel mehr Rothalstaucher als heute brüteten und der Bestand anschließend stark zurückging. Als Basis für die zukünftige Arbeit sind die vorliegenden Daten in den Anhängen I-IV zusammengestellt.

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Ellenberg, H. (1986): Warum gehen Neuntöter (Lanius collurio) in Mitteleuropa im Bestand zurück? Corax 12: 34-46

Summary:
Why are the populations of the Red backed shrike (Lanius collurio) diminishing in Central Europe?


Despite of a relative lack of exact knowledge, pesticides don't appear to cause significant problems in the population decline of the Red backed shrike during the recent decennia. This apparently is true for the breeding habitat as well as the wintering grounds in Africa. Nevertheless this topic needs much more investigation in both areas.
Red backed shrikes are thought to be an indigenious species of the primeval forest landscape of Central Europe. Ancient land use practices that - as an overall result - deplete landscapes from nutrients, habe favoured the living conditions of the shrike in former times. A scattered and short grass vegetation caused a microclimate with at least temporally warmer, more "continental" and dryer conditions over the course of the day than it is observed today - as may be seen from all analysis of the "ecological indicator values" (Ellenberg sen. 1979) of threatened and non threatened vascular plants (Sukopp et al. 1978) that has been conducted earlier (Ellenberg jun. 1983, 1985). These conditions have favoured the density and availability of large insects as a prey for the shrikes. Active nutrient input by modern agricultural practices and passive input mainly of Nitrogen by wet and dry deposition from the air have caused an eutrophication that pushes the vegetation canopy to grow early, dense and high almost everywhere today and by these means shift the living conditions of prey and shrikes less favourable. As there exist plenty of acceptable but unused nesting places, the lowered availability of prey appears to be the triggering factor for the shrike's population decline. The management of structure (hedgerows) is insufficient for the conservation of Red backed shrikes. But less nutrient input and more nutrient output has been in contraction to todays agricultural and industrial production up to very recent times.

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Knief, W. (1986): Zur Brutbestandsentwicklung des Graureihers (Ardea cinerea) in Schleswig-Holstein von 1984-1986. Corax 12: 47-53

Nach mehreren Mild- und Normalwintern brüteten 1984 1.881 Graureiherpaare in Schleswig-Holstein. Nach den beiden darauffolgenden Kältewintern ging der Bestand um ungefähr 20 % pro Jahr auf 1.251 Paare im Jahr 1986 zurück.
Ein Vergleich der Ergebnisse von den Ende April/Anfang Mai durchgeführten und Ende Mai/Juni wiederholten Zählungen zeigt, daß sie (unmittelbar) vor dem Laubaustrieb durchgeführt werden müssen, weil später nicht mehr alle Nester gefunden werden.
Von 1984 bis 1986 wurden in einem oder mehreren Jahren in 9 Kolonien forstwirtschaftliche Maßnahmen durchgeführt. In 3 Kolonien im Bereich von Landesforsten geschah das entgegen einem Erlaß des MELF, wonach in Graureiherkolonien forstliche Arbeiten grundsätzlich nicht durchgeführt werden sollen. Im Privatwald geIten nur die Vorschriften für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten des Landschaftspflegegesetzes, das nach seiner Novellierung hinsichtlich des Schutzes von Horstbäumen abgeschwächt worden ist. Um den Fortbestand der Kolonien und einen normalen Brutverlauf nicht zu gefährden, dürfen forstwirtschaftliche Maßnahmen im Bereich von Kolonien allenfalls durchgeführt werden, wenn geeignete Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind und bleiben und müssen abgeschlossen sein, bevor die Reiher zurückkehren (Ende Januar).
Es werden Vorschläge für dringend notwendige Maßnahmen zur Rettung des Baumbestandes einiger Kolonien an der Westküste gemacht.

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Gloe, P. (1986): Unterschiedliche Wahl von Pflanzenvorkommen als Nahrung durch Ringelgans (Branta bernicla), Weißwangengans (B. leucopsis) und Pfeifente (Anas penelope) im Helmsanderkoog (Meldorfer Bucht). Corax 12: 58-67

Im Herbst 1985 weideten Ringelgänse (max. 400 Ex.) und Weißwangengänse (max. 10.000 Ex. ) in bisher unbekannten Mengen im Helmsanderkoog (Meldorfer Bucht). Die Pfeifente ist im Herbst seit Jahren mit über 10.000 nahrungsuchenden Ex. vertreten. Die drei Arten grasen räumlich getrennt. Die Nahrungsplätze der Ringel- und der Weißwangengans befinden sich überwiegend im Nordteil des Kooges, die der Pfeifente im fünf Jahre älteren, daher stärker ausgesüßten Südteil. Ringelgänse bevorzugten Salzvegetation mit Queller, Weißwangengänse Brackvegetation mit salzertragenden Gräsern und Pfeifenten nicht salzertragende Gräser als Grundnahrung. Die Verhältnisse weichen z. T. von Angaben aus anderen Gebieten ab und können daher nicht verallgemeinert werden.

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Püttger, A. (1986): Zum Vorkommen des Waldkauzes (Strix aluco) in den Elbmarschen. Corax 12: 68-72

Die Populationsdichte vom Waldkauz (Strix aluco) wurde in einem 130 km² großen Gebiet der Elbmarschen untersucht und mit der Siedlungsdichte im benachbarten 80 km2 großen Geestgebiet verglichen. Die an Grünland reiche Marschlandschaft ist baum- und straucharm im Gegensatz zu der gehölzreichen, stark gegliederten Geest. Letztere war überraschenderweise innerhalb eines siebenjährigen Untersuchungszeitraumes von Waldkäuzen unbesiedelt, während die benachbarte Marsch gegen jede Erwartung regeImäßig von durchschnittlich zwanzig rufenden Männchen besetzt war. Weder diese Gegensätzlichkeit noch die Ursachen für die Besiedlung der Marsch und die Herkunft der Ansiedler nach etwa 1960 konnten geklärt werden.

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Daunicht, W.D. (1987): Zum Vorkommen von Raubmöwen (Stercorariidae) in Schleswig-Holstein (insbesondere in der Zeit von August 1982 bis März 1983). Corax 12: 73-93

Während der Zeit von August 1982 bis März 1983 konnten in Schleswig-Holstein und auf Römö mindestens 150 Raubmöwen aller Arten beobachtet oder tot gefunden werden. Die meisten Daten liegen von der Skua (50 Feststellungen) und der Spatelraubmöwe (40 Feststellungen) vor.
Die Insel Sylt erwies sich dabei wohl zum einen auf Grund der geographischen Lage, zum anderen durch die dortige hohe Beobachtungsintensität als ein besonderer Schwerpunkt des Auftretens. Der Herbstzug der Raubmöwen verzögerte sich vermutlich wegen der Westwetterlagen und der sehr milden Witterung, so daß es zu sehr ungewöhnlichen Winterdaten kam.
Der größte Teil der Spatel- und Schmarotzerraubmöwen konnte altersbestimmt werden. Das Altersverhältnis bei der Spatelraubmöwe von adulten zu immaturen Tieren beträgt in Schleswig-Holstein ca. 1: 2. Bei der Schmarotzerraubmöwe ist das Verhältnis in Schleswig-Holstein mit etwa 2:1 beinahe umgekehrt zu dem von ca. 2 : 3 in Schweden.
Die Schmarotzerraubmöwe liegt 1982/83 in Schleswig-Holstein nur an dritter Stelle der Gesamtfeststellungen, obwohl sie als der häufigste mitteleuropäische Durchzügler unter den vier Raubmöwenarten gilt und in Schweden auch über die Hälfte aller beobachteten Exemplare ausmachte. Sie wurde in den letzten 11 Jahren (1975 bis 1985) in Schleswig-Holstein von allen Raubmöwenarten am seltensten tot gefunden. Das Zahlenverhältnis sicher bestimmter Totfunde von Falkenraubmöwe und Schmarotzerraubmöwe aus den letzten 11 Jahren (1975-1985) beträgt ca. 2: 1. Ein großer Teil der Schmarotzerraubmöwen (Jungvögel?) fliegt im Herbst bei Blavandshuk in westliche Richtungen weiter und zieht eventuell deshalb nicht mehr an der schleswig-holsteinischen Küste vorbei.
Eine Vorrangstellung der Schmarotzerraubmöwe in der Häufigkeit des Auftretens erscheint nunmehr bei Lebendbeobachtungen juveniler Exemplare sehr fraglich. Die anderen beiden "kleineren" Raubmöwenarten wurden sicherlich bisher in ihrer Häufigkeit unterbewertet.
Allein auf Grund der Totfundzahlen ist von einem regelmäßigen Durchzug der Falkenraubmöwe über Schleswig-Holstein auszugehen.

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Gloe, P. (1987): Raubmöwen (Stercorariidae) im zweiten Halbjahr 1985 in Schleswig-Holstein und Hamburg. Corax 12: 94-122

Der Herbst 1985 bescherte der schleswig-holsteinischen Westküste ungewöhnlich viele Raubmöwen. In das Material sind Fehlbestimmungen unbekannter Größenordnung eingeflossen; die Schmarotzerraubmöwe ist wahrscheinlich auf Kosten der beiden anderen kleineren Arten über-, die Falkenraubmöwe unterrepräsentiert.
Von 1.027 lebenden Ex. (Tagessummen) waren 54 % Spatel-, 20 % Schmarotzerraubmöwen, 8 % Skuas, 1 % Falkenraubmöwen und 17 % unbestimmte Raubmöwen. Skuas wurden vom 5. August bis 1. Dezember (Maximum September), Spatelraubmöwen vom 25. Juli 1985 bis 19. Januar 1986 (November), Schmarotzerraubmöwen vom 21. Juli bis 1. Dezember (September) und Falkenraubmöwen vom 4. bis 30. September beobachtet.
97 % der Beobachtungen stammen von der Westküste mit unterschiedlichem Auftreten vor Sylt und bei Helgoland.
Es werden spezifische Angaben zur Nahrung (überwiegend tote Vögel in den Spülsäumen), weitere Beobachtungen zum Verhalten, zu Lautäußerungen, Totfunden und Verlustursachen mitgeteilt. Vorkommen in Nachbargebieten werden kurz dargestellt.
Nach Vergleichen mit dem Witterungsablauf im zweiten Halbjahr 1985 werden sturmbedingte Verdriftungen aus dem Raum Nord-/Norwegen-/Färöer-See angenommen (also keine "Invasionen"), die z.T. an Inseln (Helgoland, Sylt) vorbeiführten und von Küsten des Festlandes oder festlandähnlicher Inseln (Seeland/DK) aufgefangen und geleitet wurden.
Zumindest für einen Teil der im Berichtsgebiet angetroffenen Raubmöwen, die die schleswig-holsteinische Westküste erreichten, waren die Verdriftungen das tödliche Ende einer Katastrophe. Die Einflüge im Herbst 1985 in Schleswig-Holstein waren zusammengenommen quantitativ offenbar größer als alle anderen im 20. Jahrhundert. Quantitative Vergleiche mit anderen Gebieten sind mit Ausnahme Mecklenburgs nur bedingt möglich.
Der weitere Weg Schleswig-Holstein berührender Raubmöwen ist unbekannt.

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Dierschke, V. (1987): Zum Schlafplatzverhalten der Schellente (Bucephala clangula) bei Schleimünde. Corax 12: 123-135

Fast ganzjährig sind Schellenten (Bucephala clangula) an einem Schlafplatz an der unteren Schlei nahe Schleimünde anzutreffen (max. 597 am 14.11.85). Die meisten Schellenten kommen im Zeitraum von je 30 Minuten vor und nach Sonnenuntergang am Schlafplatz an und verlassen ihn größtenteils noch während der Dunkelheit, jeweils sowohl fliegend als auch schwimmend. Der Einzugsbereich umfaßt Ostsee und Schlei im Umkreis von wahrscheinlich nicht mehr als 10 km. Beschrieben werden das Verhalten der Schellenten und deren Reaktionen auf Störungen (Wassersport, Jagd) am Schlafplatz. Von September bis (mindestens) Januar (nicht im März und April) bilden Schellenten zusammen mit Mittelsägern (Mergus serrator) eine Schlafplatzgemeinschaft.

Summary:
Rafting behaviour of Goldeneyes (Bucephala clangula) at a night roost near Schleimünde

Almost all year long Goldeneyes were observed spending the night at a roost near Schleimünde (an inlet of the Baltic Sea in Schleswig-Holstein, Federal Republic of Germany; Fig. 1 and 2). The maximum number of Goldeneyes recorded roosting at this site were 597 birds on Nov. 14, 1985. Most of the ducks arrived at the night roost in the period of 30 minutes before to 30 minutes after sunset and left mainly before dawn again. This happened by means of flying as well as swimming. The distance between the diurnal foraging and the nocturnal roosting grounds does not seem to exceed ten kilometers. The ducks coming from the Baltic Sea arrive later at the roost than those coming from the inlet Schlei itself.
After arriving at the roosting site the Goldeneyes used to preen or display but were never seen diving. The ducks are very sensitive to disturbances caused by passing birds of prey, canoes and especially hunting (duck shooting at dusk). From September to January at least (but not in March and April anymore) up to 200 Red-breasted Mergansers (Mergus serrator) accompanied the Goldeneyes at the night raft showing a behaviour similar to them.

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Ziesemer, F. (1987): Aussetzungen von Fasanen (Phasianus colchicus) in Schleswig-Holstein 1955-1978. Corax 12: 136-146

Nach dem Ergebnis einer Fragebogenaktion sind 1955-1978 in Schleswig-Holstein vermutlich 15.000 bis 60.000 Fasanen pro Jahr ausgesetzt worden (Abb. 2, 3). Da die Tendenz im Berichtszeitraum zunehmend war, kann der Rückgang des Fasanenbestandes in Schleswig-Holstein seit 1975 (Jagdstrecken s. Abb. 3) nicht auf nachlassende Aussetzungen zurückgeführt werden. Es wird diskutiert, daß ständig wiederholte Aussetzungen den Anpassungsprozeß des freilebenden Bestandes behindern. Die Auswirkungen von Fasanenaussetzungen auf andere Glieder der Lebensgemeinschaft können lokal deutlich sein, sind aber großräumig gesehen wohl gering. Da Fasanen sich in Schleswig-Holstein trotz aller Anstrengungen offenbar nur in geringer Zahl oder gar nicht halten können, wird die Frage gestellt, ob die auf sie verwandten Mühen nicht sinnvoller auf einheimische Wildtiere konzentriert werden könnten.

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Bräger, S. & G. Nehls (1987): Die Bedeutung der schleswig-holsteinischen Ostsee-Flachgründe für überwinternde Meeresenten. Corax 12: 234-254

Die Bedeutung der schleswig-holsteinischen Ostsee-Flachgründe für überwinternde Meeresenten wurde mit Hilfe von 26 meist ganztägigen Zählungen im Winter 1985/86 (Nov. - April) untersucht. Dabei wurden die Bestände von Eider-, Eis-, Trauer- und Samtente über sieben Flachgründen (und drei Tiefwassergebieten zum Vergleich) vom Schiff, vom Leuchtturm und vom Flugzeug aus erfaßt. Die 22 Schiffszählungen deckten auf drei Standardrouten den gesamten Bereich der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ab (Abb. 1). Die zehn untersuchten Gebiete werden im zweiten Ergebnisteil eingehend beschrieben.
Die Ergebnisse dieses Zählwinters werden mit den auf gleiche Weise erzielten Ergebnissen von Kirchhoff aus den Wintern 1980/81 und 1981/82 verglichen. Die Winterbestände von Eider-, Eis- und Trauerente in dem untersuchten Seegebiet betragen demnach bis zu 100.000, 20.000 bzw. 30.000 Exemplare. Die Flachgründe scheinen zunächst bevorzugt genutzt zu werden (vermutlich wegen des hohen Nahrungsvorkommens), jedoch können auch Tiefwassergebiete (z. B. beim Ausweichen in extremen Wetterlagen) für die Enten eine Rolle spielen. Die besonders flachen Küstengewässer werden von der Eiderente erst im Laufe des Spätwinters aufgesucht.
Abschließend werden die Verteilung der Entenbestände, sowie die allgemeine Bestandszunahme und die Bestandsverlagerung der Eiderente im Laufe des Winters kurz im Zusammenhang mit dem Nahrungsvorkommen diskutiert.


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Summary:
The importance of shallow-water-areas in the Baltic Sea of Northern West-Germany for wintering seaducks


In the winter of 1985/86 (Nov. - April) the populations of Eider (Somateria mollissima), Long-tailed Duck (Clangula hyemalis), Common Scoter (Melanitta nigra) and Velvet Scoter (Melanitta fusca) wintering near the coast of Schleswig-Holstein were estimated by 26 counts from ship, lighthouse and airplane. The 22 counts from ship on three standard routes (Fig. 1) covered not onIy the whole coastline, but also the seven most important shallow-water-areas as well as three deep-water-areas, which are also described in depth.
The results of this winter are compared with the results Kirchhoff obtained in the winters of 1980/81 and 1981/82 using the same methods. According to this the wintering populations of the Eider, the Long-tailed Duck and the Common Scoter in this area are estimated to reach up to 100,000, 20,000 and 30,000 birds respectively, while onIy up to a few hundred Velvet Scoters may utilize this part of the Baltic Sea.
The shallow-water-areas (6-10 meters deep) seem to be preferred by the wintering ducks (probably due to the high density of molluscs). Nevertheless, the deep-water-areas occasionally play an important role as well, for example during periods of severe weather conditions (e.g. ice). During late winter Common Eider tend to move onto the very shallow coastal areas.
Finally the distribution of seaducks in this part of the Baltic Sea as well as the general increase the Eider experiences lately and its wintering strategy are discussed in relation to the availability of food resources.

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Prokosch, P. (1988): Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer als Frühjahrs-Aufenthaltsgebiet arktischer Watvogel-Populationen am Beispiel von Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola, L. 1758), Knutt (Calidris canutus, L. 1758) und Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica, L. 1758). Corax 12: 273-442

Ziel der Untersuchungen war es, die Bedeutung des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres (Nationalpark) als Frühjahrsaufenthaltsraum und "Sprungbrett" in die Brutge- biete für arktische Watvögel zu ermitteln.
Dazu wurden im 1.600 km² Eulitoral umfassenden Untersuchungsgebiet in den Jahren 1978 -1987 durch systematische Zählungen, Fänge und biometrische Messungen Bestände, Populationszugehörigkeit und Gewichtsentwicklungen von Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola), Knutt (Calidris canutus) und Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica) während ihres Frühjahrsaufenthaltes ermittelt. 382 Kiebitzregenpfeifer, 2.974 Knutts und 974 Pfuhlschnepfen wurden beringt oder wiedergefangen. Zusätzlich gingen Leuchtturmopfer von 170 Knutts, 10 Pfuhlschnepfen und 2 Kiebitzregenpfeifern in die Untersuchungen mit ein.
Die Ergebnisse nach Arten:
1. Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola)
Bei einem Durchflußfaktor (turnover rate) von mindestens 2 nutzen 41 % des gegenwärtig etwa 170.000 Individuen umfassenden ostatlantischen Überwinterungsbestandes des Kiebitzregenpfeifers im Frühjahr das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer zur Gewinnung von Energiereserven. Bis zu 35.000 Kiebitzregenpfeifer (Maximum um den 25. Mai) treten gleichzeitig auf. Männchen kommen früher und erreichen etwa 6 Tage eher ihr Maximalgewicht (22. Mai) als Weibchen (28. Mai). Vorjährige Kiebitzregenpfeifer sind mit jahrweise stark schwankenden Anteilen zwischen 4 und 44 % in den Fängen vertreten. Sie zeigen möglicherweise unterschiedliche Bruterfolge des Vorjahres an. Die vorhandene Korrelation zwischen Anteilen vorjähriger Kiebitzregenpfeifer und solchen von Dunkelbäuchigen Ringelgänsen (Branta bernicla bernicla) deuten auf für beide Arten ähnliche populationsbeeinflussende Faktoren in den sibirischen Brutgebieten hin.
Kiebitzregenpfeifer haben im Untersuchungsgebiet sowie überregional in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, der schleswig-holsteinische Mai-Bestand seit den sechziger Jahren etwa um den Faktor 7. Die Aufnahmekapazität des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres im Frühjahr scheint - im Gegensatz zu einigen britischen Winterquartieren - noch nicht erreicht zu sein.
Mehrjährige Kiebitzregenpfeifer nehmen in der zweiten und dritten Maidekade (beim Vergleich von Stichprobenmitteln) täglich um 7 g (= 3,5 % ihres fettfreien Gewichtes) an Gewicht zu. An einem zweimal gefangenen Individuum wurde ein Zuwachs von 13,8 g ( = 7 %) festgestellt. Mit einem Gewicht von 300 g (34 % Depotfett) dürften die Tiere die 4.000 km entfernte Taimyr-Halbinsel ohne nennenswerte Rastunterbrechungen erreichen können. Mittlere Gewichte betrugen bei den Weibchen maximal 327 g (40 % Fett) und bei den Männchen 335 g (41 % Fett). Die schwersten Individuen: Weibchen 375 g am 29. Mai (47 % Fett); Männchen 382 g am 23. Mai (48 % Fett). Reichweiten von über 6.500 km sind damit theoretisch möglich. Kiebitzregenpfeifer im ersten Lebensjahr übersommern im Gebiet.
2. Knutt (Calidris canutus)
Im Laufe des Frühjahres suchen rund 500.000 Knutts das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer auf, die eindeutig den beiden Unterarten C. c. islandica (Aufenthalt März bis Anfang Mai) und C. c. canutus (etwa ab 10. Mai bis Anfang Juni) angehören. Fünf Indizien sprechen dafür, die im zeitigen Frühjahr auftauchenden Vögel grönlandisch/kanadischen Knutts zuzuordnen und die späteren sibirischen:
a) die zweigipfelige Phänologie in Übereinstimmung von Ankunfts- und Wegzugterminen mit Zugdaten beider Populationen in anderen Ländern;
b) Ringfunde aus den verschiedenen Überwinterungs- und Durchzugsgebieten;
c) die zweigipfelige Gewichtsentwicklung;
d) die Schnabelmaße;
e) die Flügelmaße.
Danach wandern kurzschnäbligere/langflügligere grönlandisch/kanadische Knutts aus westeuropäischen Winterquartieren vorwiegend im März/April ein und verbleiben bis zum ersten Maidrittel. Im zweiten und dritten Maidrittel sind langschnäbligere/kurzflügligere sibirische, aus Afrika kommende Knutts anwesend, die Ende des Monats, z. T .erst Anfang Juni weiterziehen. Mit den sibirischen Knutts vergesellschaftet sind nearktische Vögel im 2. Kalenderjahr, die anschließend offenbar im Gebiet übersommern.
Calidris c. islandica gelangt mit 250.000 - 400.000 Individuen ins Schleswig-Holsteinische Wattenmeer (rund 2/3 bis 3/4 der Gesampopulation), um später mit Fettreserven von rund 30 % des Abfluggewichtes zu isländischen und nordnorwegischen Zwischenrastplätzen auf dem Weg nach Grönland/Kanada weiterzuwandern.
Calidris c. canutus ist mit 150.000 - 200.000 Individuen vertreten (rund 35 - 45 % der Gesamtpopulation). Die andere Hälfte des ziehenden Bestandes (Jungvögel übersommern in Afrika) hält sich in benachbarten Bereichen des Niedersächsischen Wattenmeeres auf. Mit einer mittleren Gewichtszunahme (Stichprobenmittel verglichen) von 3 g pro Tag (2 % des fettfreien Gewichtes) legen die sibirischen Knutts Depotfett an. Nach Wiederfängen aus verschiedenen Jahren nehmen die Individuen wohl 5 g (3,7 % ) / Tag zu.
Maximales Durchschnittsgewicht einer Stichprobe wurde am 28. Mai mit 210 g (34 % Fett), maximales Individualgewicht mit 246 g (44 % Fett) am seIben Tag festgestellt.
Die sibirischen und grönländisch/kanadischen Knutts sind nicht nur zu unterschiedlichen Zeiten anwesend, sondern suchen zum Teil auch unterschiedliche Gebiete im Wattenmeer auf ("intersubspezifische" Konkurrenz?).
3. Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica)
Pfuhlschnepfen ziehen offenbar ebenfalls mit zwei Populationen, einer frühen im April und einer späteren im Mai durch. Zwei Gewichtsmaxima (eines mit 315 g bei den Männchen und 395 g bei den Weibchen Ende April sowie ein stälrkeres zweites Ende Mai mit 377 g für die Männchen und 477 g für die Weibchen), unterschiedliche Schnabel- und Flügellängen sowie Ringwiederfunde sprechen dafür. Die Winterquartiere der April-Pfuhlschnepfen dürften vor allem Westeuropa, die der Mai-Pfuhlschnepfen West-Afrika sein.
Die Brutgebiete sind weniger eindeutig zuzuordnen. Wahrscheinlich brüten die Ende April abziehenden Tiere in Nordskandinavien und Nordrußland, eventuell auch in Ostsibirien. Von letzteren müßte dann ein weiterer Zwischenrastplatz (z.B. am Weißen Meer) angenommen werden. Mit den Ende Mai gesammelten Fettreserven (36 % des Körpergewichts) könnten Brutgebiete in West- und Mittelsibirien angesteuert werden, worauf auch Schnabel- und Flügelmaße hinweisen. Der steilere Gewichtszuwachs im Mai beträgt bis zum 21. des Monats im Mitte113,2 g (4,1 % des fettfreien Gewichtes) pro Tag bei den Weibchen und 11 g (4 % ) pro Tag bei den Männchen. Männchen ziehen Ende Mai einige Tage früher ab als Weibchen. Vorjährige gelangen im Frühjahr nur zu einem sehr geringen Anteil (1-2 %) ins Schleswig-Holsteinische Wattenmeer und übersommern offenbar mehrheitlich in Afrika.
Insgesamt beherbergt das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer im Frühjahr mindestens 200.000 Pfuhlschnepfen (50.000 im April, 150.000 im Mai), das sind fast 30 % des ostatlantischen Gesamtbestandes.
Allen drei Arten ist eine hohe Ortstreue gemeinsam. 60 % (Knutts) bis 100 % (Pfuhlschnepfen) der nach einem Jahr noch lebenden Tiere erscheinen in der folgenden Heimzugperiode wieder in dem gleichen Hochwasserrasttrupp am seIben Ort.
Das Wattenmeer ist das bei weitem bedeutendste Frühjahrsaufenthaltsgebiet ("Sprungbrett") der West-Paläarktis für arktische Watvögel. Der schleswig-holsteinische Sektor hat daran mit der Beherbergung und Versorgung mit großen Energiereserven von rund 770.000 Kiebitzregenpfeifern, Knutts und Pfuhlschnepfen einen erheblichen Anteil.


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Summary:
The Schleswig-Holstein Wadden Sea as spring staging area for arctic wader populations demonstrated by Grey Plover (Pluvialis squatarola, L. 1758), Knot (Calidris canutus, L. 1758) and Bar-tailed Godwit (Limosa lapponica, L. 1758)


The aim of the investigations was to define the importance to three species of waders of the Schleswig-Holstein Wadden Sea (National Park) as a spring staging post and "stepping stone" to their arctic breeding areas.
For Grey Plover Pluvialis squatarola, Knot Calidris canutus, and Bar-tailed Godwit Limosa lapponica, the numbers, population composition and weight gain were determined during the spring stopover period. From 1978 to 1987, systematic counts were made and waders were caught and measured in an intertidal area comprising 1,600 square kilometres.
A total of 382 Grey Plovers, 2,974 Knots and 974 Bar-tailed Godwits were ringed or recaught.In addition, 170 Knots, 10 Bar-tailed Godwits, and 2 Grey Plovers that were casualties at a light-house were included in the analyses.
Grey Plover Pluvialis squatarola
With a tumover rate of at least 2 (that means twice as much individuals use the area than the maximum count shows), 41 % of the East Atlantic wintering population of Grey Plover, comprising at present appproximately 170,000 individuals, use the Schleswig-Holstein Wadden Sea in spring in order to gather energy reserves. Up to 35.000 Grey Plovers (maximum around 25 May) occur in the area. Adult males arrive earlier, and reach their maximum weight about 6 days earlier (22 May), than adult females (28 May).
The proportion of first-year Grey Plovers caught varies considerably, from 4 % to 44 %, from year to year. The age-ratio of the population may be related to its breeding success in the previous year. A correlation between the age-ratio of Grey Plover and that of Brent Geese Branta bernicla bernicla suggests that populations of both species are being influenced by similar factors on their Siberian breeding grounds.
Numbers of Grey Plovers have increased in recent years in both the study area and internationally. There has been a 7-fold increase in population size in Schleswig-Holstein in May since the beginning of the seventies. In contrast to some British wintering areas. the carrying capacity of the Schleswig- Holstein Wadden Sea in spring doos not yet seem to have been reached.
The average daily mass increase in adult Grey Plovers.(calculated from the mean values from samples on different dates) was 7 g per day (= 3.5 % of lean mass) during the latter two thirds of May. One individual that was caught twice in a single May gained 13.8 g per day (= 7 % of lean mass). With a mass of 300 g (34 % fatload) the birds should be able to fly the 4,000 km non-stop to their breeding grounds on the Taimyr Peninsula. The maximum average mass of females was 327 g (40 % fat) and of males was 335 g (41 % fat) in late May. The heaviest individual female was 375 g (47 % fat) on 29 May, and the heaviest male weighed 382 g (48 % fat) on 23 May. Birds with this much fat are predicted to be able to fly over 6,500 km non-stop. Immature Grey Plovers remain on the Wadden Sea during their first summer.
Knot Calidris canutus
Approximately 500,000 Knots belonging to the two subspecies islandica, present from March until early May, and canutus, present from about 10 May to early June, visit the Schleswig-Holstein Wadden Sea during the spring. Five main sources of evidence indicate that birds arriving early in the spring belong to the Greenland-Canadian islandica population whereas those appearing in late spring are from the Siberian canutus population:
a. the bimodal pattern of arrival and departure times, coinciding with migration
b. wintering recoveries from different wintering and migration staging areas;
c. the bimodal pattern of mass increase;
d. bill lengths; and
e. wing lengths. Most shorter-billed and longer-winged Greenland/Canadian Knots, predominantly from West European wintering areas, arrive in March/ April and remain until early May. Longer-billed and shorter-winged Siberian Knots arrive from Africa during mid to late May, and continue their northwards flight in late May and early June. Immature Nearctic Knots occur among the Siberian birds. and apparently remain to over-summer in the Wadden Sea.
250,000 to 400,000 individual islandica Knots (approximately two-thirds to three quarters of the world population of this subspecies) use the Schleswig-Holstein Wadden Sea in spring. After accumulating fat reserves amounting to approximately 30 % of total body mass, they continue their northward migration to Greenland and Canada via staging areas in Iceland and northem Norway.
About 150,000 to 200.000 canutus Knots occur in the Schleswig-Holstein Wadden Sea. This is about 35 - 45 % of the world population of this subspecies. A similar number occur simultaneously in the neighbouring areas of the Lower Saxony Wadden Sea. The remainder of the total population does not migrate northwards. These are mainly first-year birds which remain to over-summer in Africa.
The average rate of fat accumulation by Siberian Knots is 3 g (maximum 5 g) per day ( = 2 % of lean mass). Both the highest average mass from a random sample (210 g, = 34 % fat) and the heaviest individual (426 g, = 44 % fat) were recorded on 28 May.
As well as occurring in the Wadden Sea at different times, the populations of Siberian and Greenlandic/Canadian Knots tend also to occupy different feeding and roosting sites within the area.
This may result from inter-subspecific competition.
Bar-tailed Godwit Limosa lapponica
Bar-tailed Godwits using the Schleswig-Holstein Wadden Sea appear also to consist of two separate populations. One passes through in April, and the other in May. The passage of two populations is suggested also by two different peaks in the pattern of mass increase. One is in late April (average mass: males 315 g, females 395 g), and then there is a higher peak in late May (males 377 g, females 477 g). There are also differences in bill-lengths, wing-lengths and ringing recoveries, which support the presence of two populations.
The earlier-migrating population probably overwinters mainly in Western Europe, whereas the birds with the later migration in spring seem to overwinter in West Africa.
It is more difficult to identify the breeding areas than the wintering areas. Birds from the population departing in late April probably breed in northem Scandinavia and northem Russia, and possibly also eastern Siberia. Birds flying to eastern Siberia may have to use a further staging site, perhaps the White Sea. By late May, the fat reserves carried (36 % of total mass) would enable birds to reach breeding areas in Western and Central Siberia. This breeding area is suggested also by bill and wing measurements.
The most rapid rate of mass gain occurs until 21 May. During that time the mean rate of mass increase of females is 13.2 g per day (4.2 % of lean mass), and 11.0 g per day (4 % of lean mass) in males.
At the end of May, males leave a few days before females. Only a small proportion (1-2 %) of first-year birds reach the Schleswig-Holstein Wadden Sea in spring. Most of these birds probably spend the summer in Africa.
In total, the Schleswig-Holstein Wadden Sea is visited in spring by at least 200,000 Bar-tailed Godwits (50,000 in April, 150,000 in May). This is almost 30 % of the total East Atlantic population of Bar-tailed Godwits.
All three wader species are very site-faithful to their staging area. In succesive northwards migrations, between 60 % (Knots) and 100 % (Bar-tailed Godwits) of surviving individuals reappear at the same place, and perhaps even in the same high tide roosting flock. The Wadden Sea is by far the most important spring staging area for arctic waders in the West Palearctic. The Schleswig-Holstein section of the Wadden Sea supports a total of about 770,000 Grey plovers, Knots and Bar-tailed Godwits, and provides them with the necessary food supply to accumulate the large energy reserves that they need to complete their migration to their breeding grounds.

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