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OAG-RabeADEBAR - der bundesdeutsche Brutvogelatlas

 

5 Jahre Arbeit für das Brutvogelatlasprojekt

115 Vogelkundler der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG) haben in den letzten 5 Jahren mit einem ehrenamtlichen Aufwand von über 20.000 Stunden die Brutvogelwelt des Landes fast vollständig erfasst als Beitrag für den Atlas DEutscher BrutvogelARten (ADEBAR). Da es bereits 1985-1994 durch die OAG eine landesweite Brutbestandserfassung gegeben hat, bieten sich vielfältige Vergleichmöglichkeiten. [mehr] Die Gesamtzahl der Brutvögel blieb in den letzten 20 Jahren mit etwa 2 Millionen Paaren unverändert. Insgesamt brüten aktuell 215 Vogelarten in Schleswig-Holstein. Häufigste Art ist der Buchfink mit knapp 150.000 Paaren, gefolgt von Amsel, Haussperling und Zaunkönig. Die seltensten Arten mit nur noch unregelmäßigen Einzelvorkommen sind u.a. Bergente, Alpenstrandläufer oder Brachpieper. Einige Vogelarten haben deutlich zugenommen, darunter besonders Waldvögel wie Spechte. Seit wenigen Jahren sind auch Sperlingskäuze in den Nadelwäldern der Geest heimisch - als 8. Eulenart im Lande. Zu den Gewinnern zählen ebenso Arten, die ein wärmeres Klima bevorzugen, z.B. Stieglitz oder Schwarzkehlchen. Auch die Neuansiedlungen umfassen 2 Arten aus südlicheren Gefilden: Löffler im Nationalpark Wattenmeer seit 2000, Stelzenläufer 2009 ebenfalls an der Nordseeküste. Der Vogel des Jahres 2009, der Eisvogel, hat ebenfalls in den letzten 20 Jahren zugenommen. Spürbar sind auch die positiven Auswirkungen von gezielten Artenschutzmaßnahmen, vor allem bei Großvogelarten wie Seeadler, Wanderfalke, Kranich oder verschiedenen Eulen.

Die komplette Pressemitteilung (119 kB)

Im Rahmen eines zweiten bundesweiten Projektes begannen 2005 die Kartierungen für einen erstmals nach einheitlicher Methode erstellten Brutvogelatlas von Deutschland. Dabei sollen nach dem Vorbild so vieler Nachbarländer erstmals auch in Deutschland die Verbreitung und die Häufigkeiten aller Brutvögel flächendeckend erarbeitet werden. Auf Basis dieser Ergebnisse lassen sich auch die Hochrechnungen im Rahmen des Brutbestandsmonitorings viel verlässlicher anstellen. Motor dieses Vorhabens ist die "Stiftung Vogelmonitoring Deutschland", die im Herbst 2003 gegründet wurde und zu deren Gründungsstiftern auch die OAG SH gehört. Vorrangiges Ziel der Landeskoordinatoren ist es, möglichst viele Flächen an die Frau und an den Mann zu bringen. Dabei nutzt das Atlasprojekt zusätzlich die Daten aus dem Monitoring in der Normallandschaft zur Darstellung des Vorkommens der häufigeren Arten, so dass keine Doppelarbeit anfällt und möglichst viele Synergien genutzt werden können...

Weitere Informationen zum Projekt als pdf-Datei pdf-Datei (119 kB)
oder auf der DDA-Homepage

Landeskoordinator für ADABAR ist Bernd Koop


zweiter Bericht ADEBAR
Zweiter Bericht
Download pdf-Datei pdf-Datei (3,7 MB)

erster Bericht ADEBAR
Erster Bericht
Download pdf-Datei pdf-Datei (5,0 MB)

Pilotatlas ADABAR
Pilotatlas zur ersten Kartiersaison 2005
Download pdf-Datei pdf-Datei (3,6 MB)

 

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